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Nutzerpfad: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Allgemeine Fragen zum Gefahrstoffrecht > Allgemeine Informationen
Stichworte: Schutzmaßnahmen und Gesundheitsbeschwerden beim Umgang mit Nitroverdünnung

Frage:

Ich muß täglich Platinen und Leiterbahnen von anhaftendem
Schmutz und Lötfett reinigen. Als Reinigungsmittel müssen wir eine handelsübliche Nitroverdünnung benutzen (Baumarkt) in einem geschlossenen Raum ohne Atemschutz.
Meine Frage: wie sind einschlägigen Sicherheitsvorschriften, und was kann ich mir an gesundheitlichen Schäden einhandeln? Kann meine morgendliche Übelkeit damit zusammenhängen, habe auch eine Prostataentzündung.

Antwort :

Die Frage kann von hier aus nur allgemein beantwortet werden, da für eine konkrete Beantwortung spezifische Informationen fehlen, z.B. über die Inhaltsstoffe des Verdünners, den Verbrauch pro Tag, die Häufigkeit des Umgangs, die exakte Beschreibung der Arbeitstätigkeit usw.. Grundsätzlich lässt sich jedoch festhalten, dass eine Gesundheitsgefährdung durch den ungeschützten Umgang mit Lösemitteln nicht ausgeschlossen werden kann. Die Aufnahme von Lösemittel kann beispielsweise zu Übelkeit führen. Arbeiten in geschlossenen Räumen ohne jeglich Lüftung sind unzulässig. Unabhängig davon wäre ein Atemschutz nur die letzte Lösungsmöglichkeit, die zum Einsatz kommen kann. Erst einmal sind alle technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen zu treffen, bevor persönliche Schutzausrüstung zum Einsatz kommen darf (siehe § 19 Gefahrstoffverordnung - GefStoffV). Der Arbeitgeber hat, bevor er Arbeitnehmer beim Umgang mit Gefahrstoffen beschäftigt, zur Feststellung der erforderlichen Schutzmaßnahmen die mit dem Umgang verbundenen Gefahren zu ermitteln und zu beurteilen. Welche Maßnahmen zur Abwehr der Gefahren zu treffen sind, die beim Umgang mit Gefahrstoffen entstehen können, hat der Arbeitgeber zu regeln, bevor er mit Gefahrstoffen umgeht (§ 16 Abs. 4 GefStoffV). Zur Beurteilung einer möglichen Gesundheitsgefährdung sollte eine Messung der Gefahrstoffkonzentration in der Luft am Arbeitsplatz durchgeführt werden (GefStoffV § 18). Hilfe bieten die Ämter für Arbeitsschutz bzw. die Gewerbeaufsichtsämter. Deren Anschriften finden Sie für NRW unter http://www.arbeitsschutz.nrw.de


Stand: 03.02.2004


Dialognummer: 2406

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