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Nutzerpfad: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Persönliche Schutzausrüstung (PSA) > Auswahl von PSA
Stichworte: Wie ist die Lastenhandhabungsverordnung beim Tragen von Persönlicher Schutzausrüstung anzuwenden?

Frage:

Wer/was hilft dem Unternehmer bei der Auswahl geeigneter Schutzkleidung? Wie ist die Lastenhandhabungsverordnung beim Tragen der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA)zu werten? Geht das Gewicht mit ein? - Darf man mit schwerer PSA nichts mehr tragen?

Antwort :

Bei der Auswahl geeigneter Schutzkleidung hilft die Berufsgenossenschaft und der Betriebsarzt (Arbeitsmediziner).
Die Lastenhandhabungsverordnung gilt nur für die manuelle Handhabung, also für das Befördern oder Abstützen einer Last durch menschliche Kraft. Können diese manuellen Handhabungen von Lasten nicht vermieden werden, hat der Arbeitgeber durch eine Gefährdungsbeurteilung nach § 5 des Arbeitsschutzgesetzes die Arbeitsbedingungen insbesondere unter Zugrundelegung des Anhangs der Lastenhandhabungsverordnung - also auch unter Einbeziehung der ggf. zu tragenden persönlichen Schutzausrüstung (s. dort Abs. 2 Nr. 5) -  zu beurteilen. Dabei kann sich der Unternehmer z. B. von seiner Sicherheitsfachkraft oder seiner Berufsgenossenschaft unterstützen lassen. Aufgrund der Beurteilung hat der Arbeitgeber geeignete Maßnahmen zu treffen, damit eine Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten möglichst gering gehalten wird.
Wenn persönliche Schutzausrüstung zu einer schweren Belastung wird, ist unbedingt ein Arbeitsmediziner heranzuziehen. Auch kann die Arbeit durch eine unbequeme Schutzkleidung zu besonderen Gefahren führen. So kann man mit dicken Schutzhandschuhen nicht so sicher greifen. Bei der Auswahl der Schutzkleidung ist auch die körperliche Schwere der Arbeit zu berücksichtigen. Je schwerer die Arbeit, desto mehr erwärmt sich der menschliche Körper und umso dünner kann die Schutzkleidung sein. Der Fall, dass Kälteschutzkleidung so schwer wird, dass man nicht mehr arbeiten darf, dürfte nur bei wirklich arktischen Temperaturen denkbar sein.

Stand: Juni 2007


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