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Nutzerpfad: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Beschaffenheit von Fluchtwegen
Stichworte: Muss bei Arbeitsbühnen über 35 m zwingend eine zweite Treppe vorhanden sein, um einen sicheren 1. Fluchtweg zu garantieren?

Frage:

In einer Werkstatthalle (ca. 60 m lang) für Schienenfahrzeuge wurde eine Arbeitsbühne von ca. 45 m Länge fest installiert. Diese besitzt an einer Längsseite eine Treppe und an der gegenüberliegenden Seite eine Steigleiter.

Ist diese Situation hinsichtlich der Fluchtwege (Länge 35 m Fluchtwege nur über Treppen beides laut ASR A2.3) nach ArbStättV in Ordnung?
Muss bei Arbeitsbühnen über 35 m zwingend eine zweite Treppe vorhanden sein, um einen sicheren 1. Fluchtweg zu garantieren?
Wie ist hierzu die BGR 157 (Fahrzeug-Instandhaltung) Ziff. 4.9.7 zu interpretieren?

Antwort :

Ihre Frage läßt sich nicht abschließend beantworten. Deshalb können nur Hinweise zu einer aus der Sicht des Arbeitsschutzes  sicheren  Lösung des Problems gegeben werden.

Grundsätzlich ist eine zweite Treppe am Ende der Bühne unter Sicherheitsaspekten  grundsätzlich vorzuziehen.
Die einschlägigen Anforderungen an Fluchtwege und innerbetriebliche Verkehrswege sind da eindeutig.
Aus Sicht des Baurechtes können Rettungswege größere Lauflängen als Fluchtwege gem. Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) bzw. den Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR) aufweisen, was sich u.a. aus der Industriebaurichtlinie ergibt. 

Da die Bühne bereits erstellt ist, spielen Gesichtspunkte wie bestehende Baugenehmigungen und die Verhältnismäßigkeit weiterer Baumaßnahmen eine Rolle sowie die Frage, ob am Ende der Bühne noch Platz für eine zusätzliche Treppe besteht. 
Der formale Weg muß darin bestehen, daß der Arbeitgeber eine Gefährdungsbeurteilung erstellt. In dieser Gefährdungsbeurteilung müssen u.a. die folgenden Hinweise Eingang finden:

Das Ergebnis sollte zu den folgenden Ergebnissen kommen:

Dialognummer: 23550
Stand: 08.04.2015

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