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Nutzerpfad: Physikalische Belastungen und Beanspruchungen > Lärm > Lärmminderungsmaßnahmen, Schutzmaßnahmen

Frage:

Lärmminderung hochfrequenter Schallquellen - Bsp. Schneiden von Alu-Profilen. Was kann man tun?

Antwort :

Bei der Durchführung von Lärmminderungsmaßnahmen kommt es entscheidend auf die Analyse der Geräuschentstehung an. Es muss eindeutig geklärt sein, welche Schallanteile wo entstehen. Ob am Sägeblatt oder ob die Maschinenoberfläche Lärm abstrahlt oder die Profile zu Schwingungen angeregt werden, ist von erheblicher Bedeutung. Für eine effektive Lärmminderung muss immer der lauteste Teilbereich einer Maschine zuerst gemindert werden. Grundsätze: 1. Geräuschdatenblatt: Zu jeder mit CE gekennzeichneten Maschine muss ein Geräuschdatenblatt des Herstellers oder Importeurs existieren. Damit ist es möglich Maschinen mit geringerer Schallabstrahlung auszuwählen. 2. Maschinentechnik 2.1 Ringdämpfer Verbundblechringe B=0,05-0,1xSägeblattdurchmesser, Dicke 0,2-0,3xStammblattdicke werden beidseitig auf das Stammblatt aufgenietet, Minderung 8-10dB(A) 2.2 Viskoelastische Einspannung Starre Platten werden seitlich sehr nah am Sägeblatt angeordnet. Kühlschmierstoff wird in den Spalt mit sehr geringem Druck geführt, Minderung 8-10 dB(A). 2.3 Schichtringsägeblatt Stammblatt wird mit dünnen Stahlblechen beidseitig vernietet oder punktverschweißt. Blechdicke 0,2-0,3xStammblattdicke (Quelle Westphal, R. Untersuchung zur Geräuschentstehung und Geräuschminderung an Kreissägeblättern für die Leichtmetallbearbeitung) 3. Werkstück Eine intensive Schallabstrahlung kann insbesondere bei dünnwandigen Profilen auftreten. Sinnvoll ist die Verringerung der Anregung durch großflächige feste Einspannung mit dämpfenden Einspannschuhen, Minderung bis zu 10 dB(A). 4. Kapselung Hochfrequente Geräusche lassen sich gut durch Teil oder Vollkapseln des Sägeblattes und Werkstückes mindern. Die Profile können durch einen lärmgedämpften Zuführkanal geführt werden.


Stand: November 2003


Dialognummer: 2230

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