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Stichworte: Ist in Arbeitsschutzregelungen der "Sachkundige" durch die "Befähigte Person" ersetzt worden?

Frage:

Es kommt es immer wieder zu Diskussionen zum Status von "Sachkundigen" und der "Befähigten Person". Gibt es den Sachkundigen überhaupt noch? Ist er durch die Befähigte Person "ersetzt" worden?
Was ist mit den Sachkundigen, die ihre Ausbildung vor 2003 absolviert werden, dürfen diese einfach umbenannt werden?


Antwort :

Die Begriffe Sachkundiger / Sachkunde und Fachkundiger / Fachkunde sind Bezeichnungen, die immer im Zusammenhang mit der jeweiligen Vorschrift, Regel oder Norm zu betrachten sind. Den größten Anteil der Definitionen findet man in dem Vorschriftenwerk der Berufsgenossenschaften.

Die BG RCI gibt auf Ihrer Internetseite folgende Information zu der Frage "Was eine befähigte Person ist?".

Befähigte Personen sind gemäß Betriebs­sicherheits­verordnung Personen, die durch ihre Berufsausbildung, ihre Berufserfahrung und ihre zeitnahe Tätigkeit über die erforderlichen Fachkenntnisse zur Prüfung von Arbeitsmitteln verfügen. Dieser neue Begriff der „befähigten Person“ ersetzt im Wesentlichen die bisherige – in den meisten Regelwerken noch gebräuchliche – Bezeichnung „Sachkundiger“.

Befähigte Personen können neben Arbeitsmitteln auch überwachungsbedürftige Anlagen prüfen. Die genaue Prüfzuständigkeit der befähigten Person ist in den §§ 10, 14 und 15 der Betriebs­sicherheits­verordnung beschrieben und in der TRBS 1203 geregelt.


Fazit:
Der Begriff Sachkundiger ist zum Teil noch gebräuchlich, findet sich aber durch die Einführung der Betriebssicherheitsverordnung -BetrSichV- nicht mehr im staatlichen Regelwerk. Der Arbeitgeber hat im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung eigenverantwortlich festzulegen, welche Anforderungen die Beschäftigten zur Prüfung der jeweiligen Arbeitsmittel zu erfüllen haben. Hierbei hat er die TRBS 1203 - Befähigte Personen mit zu betrachten. Ein Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung kann sein, dass die Sachkundigen mit einer Ausbildung vor 2003 geeignet sind. Bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung kann sich der Arbeitgeber von der Fachkraft für Arbeitssicherheit und dem Betriebsarzt unterstützen lassen.



Dialognummer: 22025
Stand: 10.02.2015

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