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Stichworte: Wie ist es im allgemeinen mit der Verpflichtung der Untersuchung des Trinkwassers auf Legionellen in Arztpraxen?

Frage:

Wie ist es im allgemeinen mit der Verpflichtung der Untersuchung des
Trinkwassers auf Legionellen in Arztpraxen?
Und im speziellen, wenn mit dem Wasser z. B. Ohren gespült b.z.w.
der Mund ausgespült wird. Durch den Sprühstrahl können ja auch Aerosole entstehen die inhaliert werden könnten?

Antwort :

Die Trinkwasserverordnung ist auf den Schutz der gesunden Allgemeinbevölkerung ausgerichtet und nicht auf einen ausreichenden Schutz immungeschwächter Patienten.
Aus diesem Grund schreibt das Infektionsschutzgesetz (IfSG) in § 23 Absatz 3 der Leitung einer medizinischer Einrichtungen Maßnahmen vor, zu denen auch die Einhaltung der Trinkwasserhygiene gehört. Hier heißt es:

„Die Leiter folgender Einrichtungen haben sicherzustellen, dass die nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft erforderlichen Maßnahmen getroffen werden, um nosokomiale Infektionen zu verhüten und die Weiterverbreitung von Krankheitserregern, insbesondere solcher mit Resistenzen,zu vermeiden."

Für Arztpraxen, die sich in einem größeren Gebäude eingemietet haben und Patienten nur ambulant behandeln, ist es in der Regel ausreichend, das Trinkwasser an Stellen, die patientennah gelegen sind, auf die in der Empfehlung „Beprobung von Wasser für den menschlichen Gebrauch zur mikrobiologischen Untersuchung in medizinischen Einrichtungen, Altenheimen und Pflegeeinrichtungen“ zu untersuchen.

Verfügt das Gebäude zudem über eine über eine zentrale Trinkwassererwärmungsanlage, ist der Inhaber (Eigentümer) aufgrund der Trinkwasserverordnung verpflichtet, regelmäßig das Trinkwasser auf Legionellen untersuchen zu lassen. Die Ergebnisse sind den betroffenen Verbrauchern bekannt zu geben.

Weitere Hinweise zu den Thema finden Sie in folgendem Link:
http://www.kiel.de/leben/gesundheit/umwelthygiene/_dokumente/Trinkwasserhygiene_medizinischen_Einrichtungen.pdf


Dialognummer: 22004
Stand: 25.09.2014

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