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Nutzerpfad: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Zulässige Belastungen > Schadstoffermittlung, Messungen
Stichworte: Wie ist zu verfahren, wenn für einen gesundheitsgefährdenden Stoff kein Arbeitsplatzgrenzwert vorhanden ist?

Frage:

Wie ist zu verfahren, wenn im Rahmen einer Freimessung eines Behälters nach BGR 117-1 ein gesundheitsgefährdender Stoff vorhanden ist und die Einhaltung des Gesundheitsschutzes überprüft werden soll, wenn für diesen Stoff kein AGW vorhanden ist?

Antwort :

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung müssen alle Stoffe, die freigesetzt werden berücksichtigt werden. Da nicht bekannt ist, um welchen Stoff/welche Stoffe es sich handelt, kann nur folgende allgemein gültige Antwort gegeben werden:

Der Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) ist der gesetzlich festgelegte Luftgrenzwert. Eine akute oder chronische gesundheitliche schädliche Auswirkung ist bei Einhaltung des Grenzwertes im Allgemeinen nicht zu erwarten. Ist in den Technischen Richtlinien für Gefahrstoffe TRGS, speziell die TRGS 900 "Arbeitsplatzgrenzwerte", kein AGW definiert, kann man als weitere Luftwerte/Beurteilungshilfen auch folgende Werte heranziehen:
Diese Grenzwerte sind nicht direkt rechtlich bindend. Jedoch muss gemäß § 7 (4) GefStoffV eine Gefährdung der Gesundheit der Mitarbeiter ausgeschlossen bzw. auf ein Mindestmaß beschränkt werden (Minimierungsgebot).

Die mögliche Gefährdung ist im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln.


Dialognummer: 20312
Stand: 06.02.2014

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