Wissensdatenbank


Nutzerpfad: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Absturzsicherungen, Geländer
Stichworte: Welche Schutzmaßnahmen sind beim Verladen von Säcken sowie sperrigem Material von einer 5 m hoch gelegenen Rampe erforderlich?

Frage:

Welche Schutzmaßnahmen sind beim Verladen von Säcken sowie sperrigem Material von einer 5 m hoch gelegenen Rampe erforderlich? Bisher ist dort keine Absperrung. Diese würde auch die Verladung behindern? Gibt es dafür Vorschriften? Muß man einen Kran auch für seltene Arbeiten anbringen?

Antwort :

Anforderungen an den Schutz gegen Absturz und herabfallende Gegenstände werden im § 12 der "Verordnung über Arbeitsstätten" (Arbeitsstättenverordnung – ArbStättV) (jetzt § 3a) genannt: (1) Arbeitsplätze und Verkehrswege, bei denen Absturzgefahren bestehen oder die an Gefahrbereiche grenzen, müssen mit Einrichtungen versehen sein, die verhindern, daß Arbeitnehmer abstürzen oder in die Gefahrbereiche gelangen. § 21 (Laderampen) bleibt unberührt. (2) Absatz 1 gilt entsprechend bei Boden- und Wandöffnungen, durch die Arbeitnehmer abstürzen können. Es muß ferner durch Einrichtungen verhindert werden, daß Gegenstände durch Boden- und Wandöffnungen fallen und andere Arbeitnehmer gefährden. (3) Wenn Arbeitnehmer auf Arbeitsplätzen und Verkehrswegen dadurch gefährdet werden können, daß Gegenstände von höher gelegenen Arbeitsplätzen, Verkehrswegen oder Betriebseinrichtungen herabfallen, müssen Schutzvorkehrungen getroffen werden. Präzisiert wird § 12 der ArbStättV durch die Arbeitsstättenrichtlinie ASR 12/1-3. Häufig widerspricht eine Umwehrung bzw. ein Geländer der Zweckbestimmung des Arbeitsplatzes. Dieses ist z. B. der Fall bei Be- und Entladestellen von Lagerflächen. Dann müssen andere geeignete Einrichtungen vorhanden sein. In der berufsgenossenschaftlichen Information BGI 605 -Lagerbühnen und andere hochgelegene Arbeitsplätze- werden Möglichkeiten beschrieben, wie Be- und Entladestellen hochgelegener Arbeitsplätze abgesichert werden können. Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung (§ 5 Arbeitsschutzgesetz) muss das Maß der Gefährdung und die geeignete Schutzmaßnahme festgelegt werden. Dieses gilt auch für die Installation eines Kranes. Das berufsgenossenschaftliche Regelwerk wird im Internet unter http://publikationen.dguv.de angeboten. Stand: 27.06.2003

Dialognummer: 2014

Ihre Zufriedenheit ist uns wichtig...

Sie helfen uns mit Ihrer Bewertung, die Qualität von KomNet stetig zu verbessern. Vielen Dank!

Die Beantwortung finde ich...
sehr hilfreich
hilfreich
nicht hilfreich
falsch (Bitte erläutern und ggf. E-Mail-Adresse angeben, wenn wir mit Ihnen in Kontakt treten sollen)

Bitte teilen Sie uns hier Ihre Anmerkungen oder Anregungen zu diesem Dialog mit ...
Hier bitte keine neue(n) Frage(n) stellen!

Ihre E-Mail-Adresse, damit wir ggf. mit Ihnen in Kontakt treten können :


Impressum:
Anbieter dieser Internetseiten ist das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen (LIA.NRW) als Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Anschrift: Ulenbergstr. 127-131, 40225 Düsseldorf
Telefon: (02 11) 3101 - 0
E-Mail: poststelle@lia.nrw.de

Inhaltlich verantwortlich:
Das LIA.NRW ist als Diensteanbieter nach § 7 Abs. 1 TMG (Telemediengesetz) für die eigenen Inhalte, die es zur Nutzung bereithält, nach den allgemeinen Vorschriften verantwortlich. Für die Inhalte der Antworten von KomNet oder einem darauf basierenden Dienst ist das dort angegebene Kompetenzcenter verantwortlich. Soweit ein Text von dritter Seite erstellt ist, wird der jeweilige Verfasser namentlich benannt. In diesen Fällen ist der Verfasser des jeweiligen Dokuments bzw. sein Auftraggeber für den Inhalt verantwortlich.

Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung.
Um PDF-Dateien anzuzeigen und zu drucken benötigen Sie ein geeignetes Programm wie z. B. den Adobe-Reader. Diesen können Sie hier herunterladen.