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Nutzerpfad: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Sanierungsarbeiten, Entsorgung > Sanierungsarbeiten, Entsorgung
Stichworte: Welche Zulassung benötigt man zur Sanierung einer KMF-belasteten Holzdecke?

Frage:

Ein Schreinermeister möchte ein Angebot für die Sanierung einer KMF-belasteten Holzdecke abgeben. In der Ausschreibung wird verlangt, dass nur zugelassene Unternehmen für die Arbeiten in Frage kommen.

Was muss er tun? Bei wem beantragt er was und wo kann er dazu Lehrgänge belegen?

Antwort :

Eine Auskunft zur Frage, welche Zulassung in der Ausschreibung gefordert wird, sollte insbesondere die ausschreibende Stelle geben können. Arbeitsschutzrechtlich wird für die Sanierung von mit künstlichen Mineralfasern (KMF) belasteten Erzeugnissen ("KMF-belasteten Holzdecke") keine Zulassung gefordert, wie es z.B. bei Sanierungsarbeiten von schwach gebundenen Asbestprodukten der Fall ist.

Der Schreinermeister muss u.a. nach § 17 Abs. 4 der Gefahrstoffverordnung vor dem Beginn von Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungstätigkeiten bei der Informationsermittlung für die Gefährdungsbeurteilung Angaben, insbesondere vom Auftraggeber oder Bauherrn, darüber einholen, ob Gefahrstoffe nach Anhang IV "Herstellungs- und Verwendungsverbote" der Gefahrstoffverordnung vorhanden sind. Weiterhin sind die besonderen Vorschriften für bestimmte Gefahrstoffe und Tätigkeiten nach Anhang III Nr. 2 "Partikelförmige Gefahrstoffe" der Gefahrstoffverordnung zu beachten und die Technischen Regeln für Gefahrstoffe TRGS 521 "Faserstäube" zu berücksichtigen.

Nach der neuen Gefahrstoffverordnung, die am 1. Januar 2005 in Kraft getreten ist, besteht für Tätigkeiten mit KMF keine Anzeigepflicht gegenüber der zuständigen Behörde. Jedoch ist gemäß § 19 Abs. 2 der Gefahrstoffverordnung
der zuständigen Behörde auf ihr Verlangen u.a. Folgendes mitzuteilen:

1. das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung und die der Beurteilung zugrunde liegenden Informationen einschließlich der Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung,
2. die Tätigkeiten, bei denen Beschäftigte tatsächlich oder möglicherweise gegenüber Gefahrstoffen exponiert worden sind, und die Anzahl dieser Beschäftigten,
3. die nach § 13 des Arbeitsschutzgesetzes verantwortlichen Personen,
4. die durchgeführten Schutz- und Vorsorgemaßnahmen einschließlich der Betriebsanweisungen.

Die Gefahrstoffverordnung mit der amtlichen Begründung findet sich unter: http://www.baua.de/prax/gefahrstoffe/novelle-gefstoffv.htm

Die Technische Regel für Gefahrstoffe TRGS 521 Faserstäube findet sich bei:
http://www.baua.de/prax/ags/trgs521.htm

Branchen- und Berufslösungen zum Gefahrstoffmanagement finden sich bei:
http://www.gefahrstoffe-im-griff.de

Seminare/Lehrgänge zum Thema Künstliche Mineralfasern werden im Internet
z.B. unter
http://www.igutec.de/seminarprogramm.html  
http://www.umweltinstitut.de/programme/faserstaeube.pdf  
http://bau-akademie.de/kmf.html  
angeboten.
 


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