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Nutzerpfad: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Gefährdungen > Gefährdungen durch Stäube
Stichworte: Welche Arbeitsschutzmaßnahmen sind bei Staubeinwirkung zu beachten? Welche Schutzmittel werden benötigt?

Frage:

Welche Arbeitsschutzmaßnahmen sind bei Staubeinwirkung zu beachten? Welche Schutzmittel werden benötigt?
Ab wann sind sie nötig(Metallverarbeitung)?

Antwort :

Grundsätzlich gilt für alle Stäube, dass mindestens der allgemeine Staubgrenzwert am Arbeitsplatz eingehalten werden muss und zusätzlich aber auch die speziellen Grenzwerte der einzelnen Stoffe zu beachten sind.
Der allgemeine Staubgrenzwert wird als Schichtmittelwert festgelegt und ist anzuwenden für schwerlösliche bzw. unlösliche Stäube, oder für Mischstäube. Er darf nicht angewendet werden auf Stäube, bei denen erbgutverändernde, krebserzeugende, fibrogene, toxische oder allergisierende Wirkungen zu erwarten sind. Beim allgemeinen Staubgrenzwert trennt man den Staub in 2 Fraktionen: die einatembare Fraktion und die alveolengängige Fraktion. Für die beiden Fraktionen sind die nachfolgenden Grenzwerte in der TRGS 900 festgelegt. Grenzwert für die einatembare Fraktion: 10 mg/m³, Grenzwert für die alveolengängige Fraktion: 3 mg/m³.
Gemäß § 7 Gefahrstoffverordnung sind in einer Gefährdungsbeurteilung die mit der Weiterverarbeitung verbundenen Gefahren zu ermitteln und zu beurteilen. Gemäß Fragestellung wird die Luft an den Arbeitsplätzen durch Stäube belastet. Die Belastungen müssen durch Expositions-Messungen ermittelt und dann die Schutzmaßnahmen festgelegt werden.
Mindeststandards für Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Arbeitsstoffen werden in den Technischen Regeln für Gefahrstoffe – TRGS 500 beschrieben. Unter Ziffer 6 der TRGS 500 sind die Mindeststandards zum Schutz vor Stäuben angeführt. Beim Umgang mit staubentwickelnden Arbeitsstoffen ist im Rahmen der betrieblichen Organisation u.a. sicherzustellen, dass bei Arbeiten mit kurzzeitiger starker Staubentwicklung oder bei Überkopfarbeiten eine Schutzbrille und ggf. eine geeignete Atemschutzmaske zur Verfügung gestellt und getragen wird (s. auch BGR 190 Regeln für den Einsatz von Atemschutzgeräten (bisher ZH 1/701)und BGR 192 Benutzung von Augen- und Gesichtsschutz (bisher ZH 1/703)).
Im übrigen sind metallische Stäube von Zink und Aluminium aus Sicht des Brand- und Explosionsschutzes von Bedeutung, da entsprechend fein verteilte Stäube leichtentzündlich sind und bei Kontakt mit Wasser es zu einer Wasserstoffbildung kommen kann. Diesbezüglich wird auf die Betriebssicherheitsverordnung (Explosionsschutzdokument) und die Gefahrstoffverordnung (Anhang I Nr. 1) hingewiesen.


Dialognummer: 2001

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