Wissensdatenbank


Nutzerpfad: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Explosionsschutz, Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen > Rechts- und Auslegungsfragen, Sonstiges (1.4.4)
Stichworte: Können Hörgeräte in explosionsgefährdeten Bereichen eine Gefahrenquelle darstellen?

Frage:

Können Hörgeräte / Hörhilfen in explosionsgefährdeten Bereichen eine Gefahrenquelle darstellen und welche Anforderungen müssen sie erfüllen ?

Antwort :

Die BG Rohstoffe und Chemische Industrie (BG RCI) hat im Jahre 1994 eine Untersuchungsreihe in Bezug auf Zündgefahren durch Hörgeräte durchgeführt (siehe Zeitschrift "Sichere Chemiearbeit, Ausgabe Okt. 1994). Als Ergebnis der Untersuchung wird die Zündgefahr durch Kompakthörgeräte, die im Ohr getragen werden, als so niedrig eingestuft, dass sie gefahrlos in den Zonen 1 und 2 eingesetzt werden können. Arbeiten in Zone 0 sollten vermieden werden. Andere Hörgeräte als Kompaktgeräte sind im Einzelfall zu prüfen. Die Beurteilung richtet sich hierbei nicht nur anhand der installierten Batteriespannung, sondern auch ob zündfähige induktive Stromkreise vorhanden sind.

Die Beurteilung für Hörgeräten, Armbanduhren, Taschenrechnern und Handys können sie in einen Artikel unter http://www.exinfo.de/webcom/show_article.php/_c-1330/_nr-2/_p-1/i.html nachlesen.

Hörgeräte dürfen in der EG nur vertrieben werden, wenn sie den Anforderungen des Medizinproduktengesetz mit der entsprechenden EG-RL (Richtlinie 93/42/EWG des Rates vom 14. Juni 1993 über Medizinprodukte) genügen(http://www.dimdi.de/static/de/mpg/recht/index.htm). Ergänzende Informationen können evtl. vom Fachverband Deutscher Hörgeräteakustiker e.V. unter www.fdh-ev.de ; sowie der Bundesinnung der Hörgeräteakustiker unter www.biha.de  bzw. bei den einschlägigen Herstellern von Hörgeräten angefordert werden.

Weitere Hilfe, kann z.B. die EXAM - BG Prüf- und Zertifizier GmbH in Dortmund (www.bg-exam.de) geben.

Der Arbeitgeber/Betreiber ist verpflichtet, im Rahmen seiner Gefährdungsbeurteilung nach § 3 Betriebssicherheitsverordnung –BetrSichV- ein Explosionsschutzdokument (§ 6 BetrSichV) für explosionsgefährdete Bereiche zu erstellen. In diesem Explosionsschutzdokument müssen die Explosionsgefährdungen ermittelt und bewertet werden.
Weitere Informationen zum Thema liefert auch der der Dialog 2866 der KomNet-Datenbank.  


Dialognummer: 1889
Stand: 04.08.2011

Ihre Zufriedenheit ist uns wichtig...

Sie helfen uns mit Ihrer Bewertung, die Qualität von KomNet stetig zu verbessern. Vielen Dank!

Die Beantwortung finde ich...
sehr hilfreich
hilfreich
nicht hilfreich
falsch (Bitte erläutern und ggf. E-Mail-Adresse angeben, wenn wir mit Ihnen in Kontakt treten sollen)

Bitte teilen Sie uns hier Ihre Anmerkungen oder Anregungen zu diesem Dialog mit ...
Hier bitte keine neue(n) Frage(n) stellen!

Ihre E-Mail-Adresse, damit wir ggf. mit Ihnen in Kontakt treten können :


Impressum:
Anbieter dieser Internetseiten ist das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen (LIA.NRW) als Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Anschrift: Ulenbergstr. 127-131, 40225 Düsseldorf
Telefon: (02 11) 3101 - 0
E-Mail: poststelle@lia.nrw.de

Inhaltlich verantwortlich:
Das LIA.NRW ist als Diensteanbieter nach § 7 Abs. 1 TMG (Telemediengesetz) für die eigenen Inhalte, die es zur Nutzung bereithält, nach den allgemeinen Vorschriften verantwortlich. Für die Inhalte der Antworten von KomNet oder einem darauf basierenden Dienst ist das dort angegebene Kompetenzcenter verantwortlich. Soweit ein Text von dritter Seite erstellt ist, wird der jeweilige Verfasser namentlich benannt. In diesen Fällen ist der Verfasser des jeweiligen Dokuments bzw. sein Auftraggeber für den Inhalt verantwortlich.

Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung.
Um PDF-Dateien anzuzeigen und zu drucken benötigen Sie ein geeignetes Programm wie z. B. den Adobe-Reader. Diesen können Sie hier herunterladen.