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Nutzerpfad: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Gefährdungen > Gefährdungen durch Stäube
Stichworte: Gesundheitsgefährdung durch Mörtel-/Kalkstaub? Gefährdungsermittlung und Schutzmaßnahmen in Weiterbildungseinrichtung?

Frage:

In einer Weiterbildungseinrichtung findet eine Umschulung zum Maurer statt. In einer Halle, in der unter Anleitung eines Ausbilders zu Übungszwecken Mauern errichtet werden, wird ein spezieller Mörtel verwendet. Dieser Mörtel wird für die Übungszwecke immer wieder eingesetzt, indem er von der Mauer abgekratzt und in einer großen Tonne gesammelt wird. Bei diesem Vorgang und durch die Ansammlung des Mörtels in der Tonne entsteht Kalkstaub in nicht unbeträchtlichem Ausmaß. Über die Zusammensetzung des Mörtels bzw. des Kalkstaubes ist nicht näheres bekannt. 1. Kann von dem Kalkstaub eine gesundheitliche Gefährdung ausgehen? 2. Welche Meßmethoden zur Abschätzung der möglichen Belastung können eingesetzt werden und durch wen kann dies geschehen? 3. Welche Schutzmaßnahmen (z.B. Absaugvorrichtung) können bzw. müssen ergriffen werden?

Antwort :

Zu 1.: gesundheitliche Gefährdung Da die genaue Zusammensetzung des Mörtels bzw. des Kalkstaubs nicht bekannt ist,kann auf die Frage einer stoffbezogenen gesundheitlichen Gefährdung nicht näher eingegangen werden. Allgemein besteht bei Exposition mit den in der Luft vorhandenen Partikeln die Gefahr einer irritativen Wirkung. Durch einzelne Komponenten kann es ggf. auch zu einer Sensibilisierung mit nachfolgender allergischer Reaktion kommen. Zu 2.: Meßmethoden Da die Zusammensetzung des Mörtels nicht bekannt ist,sollte als Grenzwertkonzentration der allgemeine Staubgrenzwert (z.Zt. noch 6mg/m3 einatembare Staubfraktion) herangezogen werden. Weiterhin in Frage kämen noch die Grenzwerte für Portland-zement und Kalk (ebenfalls 6mg/m3). Sollten chromathaltige Zemente oder quarzhaltige Mörtel vorliegen,so sind deren Grenzwerte zu beachten (Chrom (VI) -Verbindung – 0,05mg/m3 einatembare Staubfraktion,Quarz 0,15mg/m3 alveolengängige Staubfrakti-on). Die Probenahme mittels Staubsammelgerät (z.B. VC 25,PMW,etc.) und die an-schließende Analytik/Auswertung sollte von einem anerkannten Labor durchgeführt werden (s.a. (http://www.dar.bam.de/ast/start.html). Zu 3.: Schutzmaßnahmen: Schutzmaßnahmen gegen die Staubeinwirkungen sind zu ergreifen. Das kann z.B. die Anwendung von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) in Form von geeigneten Schutzmasken sein. Vorrangig sollte jedoch eine Staubentwicklung verhindert werden. Dies könnte durch Befeuchten des abzukratzenden Mörtels erfolgen. Denkbar wäre auch der Einsatz von Absaugungen,z.B. unmittelbar am Entstehungsort (Werkzeug mit Absaugung). (Stand: 13.12.1999)

Dialognummer: 176

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