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Nutzerpfad: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Benutzung von Arbeitsmitteln und Einrichtungen > Sichere Benutzung der Arbeitsmittel
Stichworte: Welche Voraussetzungen sind für die Bedienung von Hubbühnen erforderlich?

Frage:

Nach Erscheinen der BGG 966 wird allgemein verbreitet, dass die Bedienung von Hubbühnen nur noch mit Fahrausweis erlaubt ist. Ist dem so?
Oder verhält es sich wie beim Fahrausweis für Flurförderzeuge, wo explizit kein Fahrausweis gefordert ist, aber gewisse Grundlagen einzuhalten sind. (mindestens 18 Jahre alt, geeignet u.s.w. )
Welche verbindliche Rechtgrundlage besitzt dann der sog. IPAF Schein, der immer wieder angesprochen wird.

Antwort :

Grundsätzlich hat der Arbeitgeber eine Gefährdungsbeurteilung nach § 5 Arbeitsschutzgesetz “Beurteilung der Arbeitsbedingungen“ zu erstellen. Dabei hat der Arbeitgeber durch eine Beurteilung der für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdungen zu ermitteln, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind. Ebenso findet sich die Pflicht zur Gefährdungsbeurteilung in § 3 der Betriebssicherheitsverordnung.

Aus der Betriebssicherheitsverordnung ergibt sich, dass die Benutzung von Arbeitsmitteln dazu geeigneten, unterwiesenen oder beauftragten Personen vorbehalten bleibt.

Die Anforderungen an die Ausbildung und Beauftragung der Bediener von Hubarbeitsbühnen werden in der BGG 966 näher erläutert.

Unter Nr. 3 „Ausbildung“ wird die Anforderung an die Ausbildung im theoretischen und im praktischen Teil erläutert. Die Ausbildung ist mit einer Abschlussprüfung abzuschließen. Nach erfolgreicher Abschlussprüfung erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat über die Teilnahme und über das Ergebnis der Abschlussprüfung (Ausbildungsnachweis). Dieses Zertifikat soll für die Bauarten ausgestellt werden, an denen die Ausbildung erfolgte. Eine ergänzende Ausbildung sollte erfolgen, wenn der Bediener auf Hubarbeitsbühnen anderer Bauart eingesetzt werden soll. Mit diesem Zertifikat kann der Unternehmer den Mitarbeiter mit der Bedienung der Hubarbeitsbühne beauftragen.

Wenn der IPAF-Schein die in der BGG 966 beschriebenen Anforderungen an die Ausbildung abdeckt, gilt dieser als entsprechendes Zertifikat. Dieses ist vom Arbeitgeber im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung festzulegen.


Dialognummer: 17597
Stand: 19.12.2012

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