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Nutzerpfad: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Prüfungen (1.13) > Durchführung von Prüfungen

Frage:

Nach welchen Richtlinien werden Schweißgeräte geprüft? Welche Arbeitsschutzbestimmungen sind bei der Prüfung einzuhalten?

Antwort :

Schweißgeräte sind generell Arbeitsmittel im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung - BetrSichV. Der Arbeitgeber muss in eigener Verantwortung Art, Umfang und Fristen der erforderlichen Prüfungen festlegen. Darüber hinaus hat er festzulegen, welche Qualifikationen die Person haben muss, die die Prüfungen durchführt. Mit der Prüfung von Arbeitsmitteln können sowohl eigene geeignete Mitarbeiter als auch externe Prüfer (z.B. TÜV) beauftragt werden. Anforderungen an diese Prüfer, die in der BetrSichV als "befähigte Personen" bezeichnet werden, sind in den Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS 1203 - Befähigte Personen) festgelegt.

Mit Einführung der BetrSichV hat eine Überarbeitung der Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (BG-Vorschriften) begonnen, die noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Ziel ist auch hier, eine klare Trennung zwischen Beschaffenheitsanforderungen und Betrieb umzusetzen und Doppelregelungen zu beseitigen. Eine Reihe von BG-Regelungen ist bereits außer Kraft oder überarbeitet. Dennoch können einzelne BG-Vorschriften noch konkrete Vorgaben für Prüfungen enthalten. Diese sind dann aus staatlicher Sicht nicht mehr bindend vorgeschrieben. Da Sie aber mit Ihrer Berufsgenossenschaft in einem Versicherungsverhältnis stehen, ergibt sich daraus für Sie eine gewisse Pflicht, die BG-Vorschriften einzuhalten.

Nach § 3 Abs. 3 i. V. mit Anhang 2 der Betriebssicherheitsverordnung - BetrSichV hat der Arbeitgeber auf Grund der Gefährdungsbeurteilung, der Herstellerinformationen und der vorgesehenen Betriebsweise Art, Umfang und Fristen von Prüfungen sowie die prüfende Person festzulegen. Informationen zu "Prüfungen von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Anlagen" sind in der TRBS 1201 aufgeführt. Bei der Ermittlung der Prüffristen wird man zudem die Unfallverhütungsvorschrift BGV A3 "Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ berücksichtigen. Weitere Hilfen zur Ermittlung der Prüffristen und Druchführung der Prüfung für ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel erhalten Sie in der BG-Information BGI 5090 "Wiederholungsprüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel".

Zu der ergänzenden Frage, ob sich der Prüfer im Rahmen der Prüfung vor etwas schützen muss, wie z. B. Schweißstaubablagerungen, kann pauschal nicht beantwortet werden. Es kann nur allgemein darauf verwiesen werden, dass diese Thematik ebenfalls im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung betrachtet und bewertet werden muss. Bei Bedarf sind notwendige Maßnahmen vorzugeben und entsprechend umzusetzen.


Dialognummer: 17422
Stand: 26.11.2012

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