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Nutzerpfad: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Gefahrstoffen > Persönliche Schutzmaßnahmen (5.)
Stichworte: Erforderliche Atemschutzmaßnahmen im Vulkanisierbetrieb

Frage:

Ich benötige Informationen, welche Arbeitsschutzbestimmungen und -maßnahmen ein Vulkanisationsbetrieb von Gummiprofilen vor allem im Hinblick auf Atemschutz einhalten muss. Bei der Produktion entstehen u. a. gefährliche Dämpfe.

Antwort :

Grundsätzlich ist das Vulkanisationsverfahren so zu gestalten, dass gefährliche Gase, Dämpfe oder Schwebstoffe (überwiegend
N-Nitrosaminverbindungen) nicht frei werden, soweit dies nach dem Stand der Technik möglich ist. Das Verfahren ist ferner so zu gestalten, dass die Beschäftigten mit gefährlichen festen oder flüssigen Gefahrstoffen nicht in Hautkontakt kommen.

Als Erfassungseinrichtung der gefährlichen Gase, Dämpfe oder
Schwebstoffe sind durch den Arbeitgeber folgende Bauarten zu prüfen:
1. Geschlossene Bauart (z.B. Kapselung, Einhausung)
2. halboffene Bauart (z.B. Absaugstand, Abzugschrank, Werkzeugeinkleidung)
3. offene Bauart (z.B. Saugrohr, Absaughaube, Badabsaugung)

Ist eine vollständige Erfassung nicht möglich, so sind die nach dem Stand der Technik entsprechenden Lüftungsmaßnahmen zu treffen.

Erst nach Ausschöpfung bzw. Optimierung der v.g. Maßnahmen dürfen als .letzte. Schutzmaßnahme persönliche Schutzmaßnahmen getroffen werden. Dann können folgende Atemschutzgeräte verwendet werden:

1. Atemschutzhauben mit Filter und Gebläse (Gebläsefiltergeräte) oder Druckluftschlauchgeräte in leichter Ausführung mit Atemschutzhaube, welche mit einer Warneinrichtung gegen Ausfall oder Schwächerwerden des Gebläses ausgestattet sind.

2. Halbmasken mit Kombinationsfiltern des Typs A1-P2 sowie kombiniert filtrierende Halbmasken des Typs FFA1-P2. Alle Atemschutzgeräte mit Filtern sind nach Bedarf, mindestens jedoch rechtzeitig vor einem Durchbruch von Schadstoff zu wechseln.

Stand: 10.03.2003

Dialognummer: 1741

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