Wissensdatenbank


Nutzerpfad: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Prüfungen (1.13) > Prüffristen
Stichworte: Festsetzung der Prüffristen von ortsveränderlichen Betriebsmitteln; Dokumentation der Prüfungen

Frage:

Betreff:Prüffristen von ortsveränderlichen Elektrogeräten

Laut der VDE0702/Teil 1 müssen ortsveränderliche Elektrogeräte alle 6 Monate von einer Elektrofachkraft überprüft werden.
Nach der neuen Betriebssicherheitsverordnung heißt es aber, dass der Betreiber seine Prüffristen selber festlegen kann.
Meine Frage: ist es z.B. für Kopierer im Verwaltungsbereich oder im Fertigungsbereich erlaubt für eine Abfüllpumpe die Prüffrist selber heraufzusetzen?
Meine 2. Frage: wie hat diesbezüglich eine Dokumentation stattzufinden? Reicht ein Prüfsiegel am Gerät selber oder muss ein Prüfbuch geführt werden?

Antwort :

Nach § 3 Abs. 3 i. V. mit Anhang 2 der Betriebssicherheitsverordnung - BetrSichV hat der Arbeitgeber auf Grund der Gefährdungsbeurteilung, der Herstellerinformationen und der vorgesehenen Betriebsweise Art, Umfang und Fristen von Prüfungen sowie die prüfende Person festzulegen. Bei der Ermittlung der Prüffristen wird man die Unfallverhütungsvorschrift „BGV A2 Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ in Verbindung mit den dazu erlassenen Durchführungsanweisungen berücksichtigen. In den Durchführungsanweisungen zur BGV A2 werden Richtwerte für Prüffristen, Prüfumfang, Art der Prüfung und Anforderungen an die Prüfer für die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel genannt.

Maßgeblich für die Prüfung der Arbeitsmittel i. S. der BetrSichV sind die auf Basis der v.g. Informationen getroffenen Festlegungen. Ergebnis der Ermittlungen können die in der BGV A 2 genannten Prüffristen sein, sie können aber auch davon abweichen. Sollte als Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung längere Prüffristen als die in der BGV A2 angegebenen herauskommen, ist dies besonders zu begründen.

In Bezug auf die Dokumentation der Prüfung gibt es keine bestimmten Vorgaben. Es muss allerdings für die zuständige Aufsichtsbehörde nachvollziehbar sein, dass die Prüfungen durchgeführt wurden.

Gemäß § 5 Abs. 3 BGV A2 kann die Berufsgenossenschaft das Führen eines Prüfbuches mit bestimmten Einträgen verlangen.

Das berufsgenossenschaftliche Regelwerk findet man im Internet unter http://www.recht.com/hvbg

Stand: 20.05.2003

Dialognummer: 1735

Ihre Zufriedenheit ist uns wichtig...

Sie helfen uns mit Ihrer Bewertung, die Qualität von KomNet stetig zu verbessern. Vielen Dank!

Die Beantwortung finde ich...
sehr hilfreich
hilfreich
nicht hilfreich
falsch (Bitte erläutern und ggf. E-Mail-Adresse angeben, wenn wir mit Ihnen in Kontakt treten sollen)

Bitte teilen Sie uns hier Ihre Anmerkungen oder Anregungen zu diesem Dialog mit ...
Hier bitte keine neue(n) Frage(n) stellen!

Ihre E-Mail-Adresse, damit wir ggf. mit Ihnen in Kontakt treten können :


Impressum:
Anbieter dieser Internetseiten ist das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen (LIA.NRW) als Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Anschrift: Ulenbergstr. 127-131, 40225 Düsseldorf
Telefon: (02 11) 3101 - 0
E-Mail: poststelle@lia.nrw.de

Inhaltlich verantwortlich:
Das LIA.NRW ist als Diensteanbieter nach § 7 Abs. 1 TMG (Telemediengesetz) für die eigenen Inhalte, die es zur Nutzung bereithält, nach den allgemeinen Vorschriften verantwortlich. Für die Inhalte der Antworten von KomNet oder einem darauf basierenden Dienst ist das dort angegebene Kompetenzcenter verantwortlich. Soweit ein Text von dritter Seite erstellt ist, wird der jeweilige Verfasser namentlich benannt. In diesen Fällen ist der Verfasser des jeweiligen Dokuments bzw. sein Auftraggeber für den Inhalt verantwortlich.

Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung.
Um PDF-Dateien anzuzeigen und zu drucken benötigen Sie ein geeignetes Programm wie z. B. den Adobe-Reader. Diesen können Sie hier herunterladen.