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Nutzerpfad: Betriebliches Arbeitsschutzsystem > Gefährdungsbeurteilung > Spezifische Gefährdungsbeurteilungen

Frage:

Gibt es eine Vorlage zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung bei Personen, die Endoskope reinigen, aufbereiten und reparieren?

Antwort :

Als Vorlage zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung (Gbu) bei Personen, die Endoskope reinigen, aufbereiten und reparieren, bietet sich u. a. die Empfehlung "Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung flexibler Endoskope und endoskopischen Zusatzinstrumentariums" der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut (RKI)  an. Beispielsweise wird hierin als Persönliche Schutzmaßnahme die Verwendung von schnittfesten Handschuhen speziell bei der Bürstenreinigung von aufzubereitenden Biopsiezangen empfohlen, dabei „muss gründlich und sehr sorgsam vorgegangen werden um Verletzungen und Infektionen (z. B. Hepatitis C) zu vermeiden".

Weitere Hilfestellungen und Empfehlungen, die auch für die Gbu genutzt werden können, geben verschiedene Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen (DGVS) für die
Durchführung endoskopischer Untersuchungen.

Des weiteren ordnet die Technische Regel für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA) 250 "Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege"
die Reinigung gebrauchter Endoskope der Schutzstufe 2 zu, es sei denn, beim Patienten sind Erkrankungen durch Erreger der Risikogruppe 3 bekannt. So werden in der Schutzstufe 2 zum Desinfizieren und Reinigen benutzter Instrumente feste, flüssigkeitsdichte, allergenarme Handschuhe, ggf. mit verlängertem Schaft gefordert. Die manuelle Reinigung von Biopsiezangen, vor allem solche mit Dornen, hat sorgfältig und umsichtig zu erfolgen, um Verletzungen zu vermeiden.

Dialognummer: 17150
Stand: 10.10.2012

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