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Nutzerpfad: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Gefahrstoffen > Allgemeine Schutzmaßnahmen (5.)
Stichworte: Schutzmaßnahmen beim Umfüllen von Nickelpulver

Frage:

In einem unserer Umschlagbetriebe (Lagerhaus) werden Materialien auf Kundenwunsch von Big Packs in Fässer umgefüllt. Beim Umladen der Materialien (Nickelpulver) verursacht das Pulver manchmal bei schon vorhandenen Kratzern auf der Haut Juckreize.
Gibt es hier Schädigungen und welche Vorbeugemaßnahmen sollen vom Arbeitgeber getroffen werden?

Antwort :

Nach den Vorgaben der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) ist metallisches Nickel als Stoff mit Verdacht auf krebserzeugende Wirkung (Carc. Cat. 3; R 40) und als sensibilisierend durch Hautkontakt (R 43) eingestuft. Nach den Technischen Regeln für gefährliche Stoffe 540 (TRGS 540) sind die beim Umgang mit sensibilisierenden Stoffen notwendigen Grundsätze und Sicherheitsmaßnahmen, insbesondere auch die Vorgaben des Ersatzstoff- und des Ersatzverfahrengebotes zu beachten. Aufgrund ihrer sensibilisierenden Eigenschaften als Kontaktallergene wurden 1994 mit der EU-Richtlinie 94/27/EG (“Nickel-Direktive”) Nickel und seine Verbindungen mit Verwendungsbeschränkungen als Bestandteile von Schmuck und anderen mit der Haut in Berührung kommenden Produkten in die EU-Richtlinie 76/769/EWG (Beschränkungen gefährlicher Stoffe und Zubereitungen) aufgenommen.
Mit der Gefährdungsbeurteilung (§ 5 Arbeitsschutzgesetz) muss der Arbeitgeber ermitteln, welche Gefährdungen für die Arbeitnehmer auftreten und welche Schutzmaßnahmen zu treffen sind, um Hautkontakt mit Nickel zu vermeiden. Die Fachkraft für Arbeitssicherheit und der Betriebsarzt sind dabei im Rahmen ihres Beratungsauftrages zu beteiligen.
Die angesprochenen Vorschriften sind im Internet z.B. zu finden unter:
http://de.osha.eu.int/legislation
http://www.gaa.baden-wuerttemberg.de/Vorschriften/Vorschriften.html

Stand: 20.02.03

Dialognummer: 1706

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