Wissensdatenbank


Nutzerpfad: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Persönliche Schutzausrüstung (PSA) > Anforderungen und Eigenschaften von PSA
Stichworte: Dürfen Auffanggurte zur Erhöhung des Tragekomforts im Bereich der Gurte, die am Hals verlaufen, mit einem weichen Überzug bezogen werden?

Frage:

Dürfen Auffanggurte zur Erhöhung des Tragekomforts im Bereich der Gurte, die am Hals verlaufen mit einem weichen Überzug aus z.B. Neopren bezogen werden. Der Überzug wird nicht fest mit dem Gurt verbunden, sondern nur um den Gurt gelegt und mittels Klettverschluss oder Druckknöpfen verschlossen. Ist dieses Vorgehen erlaubt oder greift man damit schon in den Bereich der Baumusterprüfung ein?

Viele Auffanggurte verfügen im Brustbereich über einen Gurt aus einfachem elastischen Material, wie man ihn aus dem Freizeitbereich von Rucksäcken kennt. Hier hat der Gurt nur den Aspekt, den Komfort zu erhöhen und ein Verrutschen der Schultergurte zu verhindern. Ist dies im Zusammenhang mit den Auffanggurten ebenfalls der Fall oder hat hier dieser Gurt eine sicherheitsrelevante Funktion?

Antwort :

Grundsätzlich ist PSA gegen Absturz bestimmungsgemäß zu benutzen, d. h., die Benutzungshinweise in der Gebrauchsanleitung des Herstellers (bzw. die Angaben in der Informationsbroschüre) sind zu beachten, s. auch Abschnitt 6.1.1 der BGR 198 "Benutzung von persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz", Ausgabe März 2011. Grundsätzlich gilt auch, dass eine Veränderung der PSA unzulässig ist (Abschnitt 6.1.4 der BGR 198).

Für den vorliegenden Fall, also das Versehen der Schultertragegurte zwecks Erhöhung des Tragekomforts mit einem weichen Überzug, bedeutet dieses - sollten die entsprechenden Hinweise nicht bereits in der Gebrauchsanleitung/Informationsbroschüre vorhanden sein -, dass beim Hersteller der Auffanggurte in Erfahrung gebracht wird, ob/inwieweit diese Maßnahme durch die EG-Baumusterprüfung abgedeckt ist.

Anmerkung: Aus hiesiger Sicht dürfen Auffanggurte zwecks Erhöhung des Tragekomforts mit einem weichen Überzug versehen werden, wenn Folgendes sichergestellt ist:
1. Das Gurtsystem liegt weiterhin eng am Körper an und bleibt fixiert.
2. Zwischen dem Körper des Benutzers und der Auffangöse am Gurt darf keine Vergrößerung des Abstands entstehen.




Dialognummer: 16649
Stand: 17.07.2012

Ihre Zufriedenheit ist uns wichtig...

Sie helfen uns mit Ihrer Bewertung, die Qualität von KomNet stetig zu verbessern. Vielen Dank!

Die Beantwortung finde ich...
sehr hilfreich
hilfreich
nicht hilfreich
falsch (Bitte erläutern und ggf. E-Mail-Adresse angeben, wenn wir mit Ihnen in Kontakt treten sollen)

Bitte teilen Sie uns hier Ihre Anmerkungen oder Anregungen zu diesem Dialog mit ...
Hier bitte keine neue(n) Frage(n) stellen!

Ihre E-Mail-Adresse, damit wir ggf. mit Ihnen in Kontakt treten können :


Impressum:
Anbieter dieser Internetseiten ist das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen (LIA.NRW) als Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Anschrift: Ulenbergstr. 127-131, 40225 Düsseldorf
Telefon: (02 11) 3101 - 0
E-Mail: poststelle@lia.nrw.de

Inhaltlich verantwortlich:
Das LIA.NRW ist als Diensteanbieter nach § 7 Abs. 1 TMG (Telemediengesetz) für die eigenen Inhalte, die es zur Nutzung bereithält, nach den allgemeinen Vorschriften verantwortlich. Für die Inhalte der Antworten von KomNet oder einem darauf basierenden Dienst ist das dort angegebene Kompetenzcenter verantwortlich. Soweit ein Text von dritter Seite erstellt ist, wird der jeweilige Verfasser namentlich benannt. In diesen Fällen ist der Verfasser des jeweiligen Dokuments bzw. sein Auftraggeber für den Inhalt verantwortlich.

Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung.
Um PDF-Dateien anzuzeigen und zu drucken benötigen Sie ein geeignetes Programm wie z. B. den Adobe-Reader. Diesen können Sie hier herunterladen.