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Nutzerpfad: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Sanierungsarbeiten, Entsorgung > Sanierungsarbeiten, Entsorgung

Frage:

Fällt der Abbruch bzw. die Demontage eines Galvanikautomaten unter die Bestimmungen der TRGS 524 und/oder der BGR 128?

Antwort :

Nach § 5 Arbeitsschutzgesetz und § 6 Gefahrstoffverordnung ist für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Zur Konkretisierung wird das technische Regelwerk, z.B. die Technischen Regeln für Gefahrstoffe - TRGS (www.baua.de/TRGS/) herangezogen. Zunächst sind die TRGS 400 "Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen", TRGS 401 "Gefährdung durch Hautkontakt – Ermittlung, Beurteilung, Maßnahmen", TRGS 402 "Ermitteln und Beurteilen der Gefährdungen bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen: Inhalative Exposition" und die TRGS 500 "Schutzmaßnahmen" anzuwenden.

Die TRGS 524 - "Sanierung und Arbeiten in kontaminierten Bereichen" beschreibt eine Methode zur systematischen Sicherheitsbetrachtung von Sanierungen und Arbeiten in kontaminierten Bereichen.
"Kontaminierte Bereiche im Sinne dieser TRGS sind Standorte (Liegenschaften, Grundstücke), bauliche Anlagen, Produktionsanlagen, Ablagerungen, Gegenstände, Boden, Wasser, Luft, die über eine gesundheitlich unbedenkliche Grundbelastung hinaus mit Gefahrstoffen verunreinigt sind."
Der "Umbau und Rückbau von kontaminierten Gebäuden und technischen Anlagen" wird dabei in der TRGS 524 explizit als Arbeit in kontaminierten Bereichen eingestuft.

D.h. im Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung kann, bei vorhandener Gefahrstoffbelastung, die Demontage einer Galvanikanlage durchaus unter den Anwendungsbereich der TRGS 524 fallen. Die BGR 128 "Kontaminierte Bereiche" und die TRGS 524 schließen sich nicht gegenseitig aus.

Auf die Informationen der BGI 552 "Galvaniseure" und die BGI 790-016 - "BG/BGIA-Empfehlungen für die Gefährdungsbeurteilung nach der Gefahrstoffverordnung - Galvanotechnik und Eloxieren" weisen wir hin (http://publikationen.dguv.de/).

Dialognummer: 16227
Stand: 15.05.2012

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