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Stichworte: Zählen fremdbelüftete Helme (Airstream-Helme) zu belastender persönlicher Schutzausrüstung?

Frage:

Zählen femdbelüftete Helme (Airstream-Helme) zu belastender persönlicher Schutzausrüstung?

Antwort :

Belastende Atemschutzgeräte sind Geräte, bei deren Benutzung die Auswahlkriterien für die spezielle arbeitsmedizinische Vorsorge zu berücksichtigen sind. Filtergeräte mit Gebläse werden im Anhang 1, Kapitel A 1.3.4. der DGUV-Regel 112-190  "Benutzung von Atemschutzgeräten" beschrieben.

Tätigkeiten, die das Tragen von Atemschutzgeräten der Gruppe 2 und 3 erfordern, sind im
Teil 4 im Anhang der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge - ArbMedVV aufgeführt und verpflichten somit den Arbeitgeber eine arbeitsmedizinsche Vorsorgeuntersuchung zu veranlassen (Pflichtuntersuchung). Dagegen sind arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen anzubieten bei Tätigkeiten, die das Tragen von Atemschutzgeräten der Gruppe 1 erfordern (Angebotsuntersuchung).
Konkretisiert wird dies durch die Handlungsanleitung für die arbeitsmedizinische Vorsorge nach dem DGUV Grundsatz G 26 "Atemschutzgeräte" - DGUV Information 240-260.

Die Gruppeneinteilung der Atemschutzgeräte erfolgt nach dem Gerätegewicht und den Druckdifferenzen bei der Einatmung und der Ausatmung (Einatemwiderstand, Ausatemwiderstand). Die Belastung durch die Geräte steigt von Gruppe 1 nach Gruppe 3 an.
Zur Gruppe 1 (Gerätegewicht bis 3 kg und Atemwiderstand bis 5 mbar) werden z.B. folgende Geräte gezählt:
"Filtergeräte mit Partikelfilter der Partikelfilterklassen P1 und P2 und partikelfiltrierende Halbmasken; gebläseunterstützte Filtergeräte mit Voll- oder Halbmaske;
Druckluft-Schlauchgeräte und Frischluft-Druckschlauchgeräte, jeweils mit Atemanschlüssen mit Ausatemventilen."
Zur Gruppe 2 (Gerätegewicht bis 5 kg und Atemwiderstand über 5 mbar) zählen folgende Geräte:
"Filtergeräte mit Partikelfiltern der Partikelfilterklasse P3, Filtergeräte mit Gasfiltern und Kombinationsfiltern aller Filterklassen; Regenerationsgeräte unter 5 kg;
Frischluft-Saugschlauchgeräte; Strahlerschutzgeräte und Schutzanzüge in Verbindung mit Schlauch- bzw. Filtergeräten."

Hinweis: Atemschutzgeräte, die weniger als 3 kg wiegen und keine Atemwiderstände besitzen, belasten ihre Träger so wenig, dass eine Gesundheitsgefährdung nicht zu befürchten ist. Vergleiche Ziffer 4.3 der DGUV Information 240-260.

D.h. sofern es sich um ein gebläseunterstütztes Filtergeräte mit Voll- oder Halbmaske handelt, zählt dies zur belastenden persönlichen Schutzausrüstung (PSA).

Das Regelwerk der Unfallversicherungsträger (Berufsgenossenschaft / Unfallkasse) wird unter
http://publikationen.dguv.de/ angeboten.

Dialognummer: 15733
Stand: 07.03.2016

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