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Nutzerpfad: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Prüfungen (1.13) > Prüfpflichtige Arbeitsmittel und Einrichtungen
Stichworte: Ist eine Prüfung von mobilen Notstromaggregaten vor Inbetriebnahme notwendig? Wer darf prüfen?

Frage:

Anlässlich von Einsätzen und Übungen werden u.a. durch Hilfeleistungsorganisationen Notstromaggregate eingesetzt (i.d.R. mobile Stromerzeuger gemäß DIN 14685). Diese besitzen als Schutzeinrichtung ein Potenzialausgleichsystem.

Hierzu folgende Fragen:
1. Ist eine entsprechende Prüfung der mobilen Stromerzeuger (Potenzialausgleichsprüfung) vor Inbetriebnahme zwingend erforderlich? Geltende Ausnahmen von der Prüfung z.B. im Rahmen von Notfalleinsätzen, z.B. durch Feuerwehren sind bekannt.

2. Wer darf die Prüfungen durchführen? Ist eine Elektrofachkraft gefordert oder ist eine Unterweisung von Personen im Sinne einer elektrotechnisch unterwiesenen Person ausreichend?

Antwort :

Bei Auswahl, Betrieb und Prüfungen eines mobilen Notstromaggregats sollten die Hinweise der BG-Information - BGI 867: "Handlungsanleitung Auswahl und Betrieb von Ersatzstromerzeugern auf Bau- und Montagestellen" (http://www.bgbau-medien.de/zh/bgi867/Titel.htm) berücksichtigt werden. Danach gilt z.B bezogen auf die Prüfung:

"6.1 Prüfung vor Inbetriebnahme
Vor der Inbetriebnahme der Anlage und nach jeder Wiederinbetriebnahme muss die Wirksamkeit der Schutzmaßnahme durch eine Elektrofachkraft oder durch eine elektrotechnisch unterwiesene Person unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft mit geeigneten Mess- und Prüfgeräten festgestellt werden.

Werden die Schutzmaßnahmen nach Abschnitt
•5.3.2.1 (Ersatzstromerzeuger zur Versorgung elektrischer Betriebsmittel in leitfähigen Bereichen mit begrenzter Bewegungsfreiheit),
•5.3.3 (Potenzialausgleich mit Isolationsüberwachung und Abschaltung bei einem Isolationsfehler) oder
•5.3.4 (Ersatzstromerzeuger mit mehreren Verbrauchern und begrenzter Netzausdehnung) angewandt,
kann die Anlage auch durch den Anwender, entsprechend den Vorgaben des Herstellers in der Betriebsanleitung, in Betrieb genommen werden.

6.2 Wiederholungsprüfungen
6.2.1
Ortsveränderliche Ersatzstromerzeuger auf Bau- und Montagestellen müssen vor jeder Benutzung arbeitstäglich durch den Benutzer auf äußerlich erkennbare Schäden und Mängel überprüft werden.

6.2.2
Schutzmaßnahmen mit Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD) bei nichtstationären Anlagen sind mindestens einmal im Monat auf Wirksamkeit
•durch eine Elektrofachkraft oder
•wenn geeignete Mess- und Prüfgeräte zur Verfügung stehen, durch eine elektrotechnisch unterwiesene Person unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft zu prüfen.

6.2.3
Zusätzlich ist durch den Benutzer arbeitstäglich durch Betätigen der Prüftaste der Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) die mechanische Funktion der Auslösung oder an der Isolationsüberwachungseinrichtung die Auslösecharakteristik zu prüfen.

6.2.4
Es wird empfohlen, die Prüfungen nach Abschnitt 6.2.2 zu dokumentieren, z. B. durch Kennzeichnung am Betriebsmittel mittels einer Prüfplakette oder einer Banderole."


Dialognummer: 15418
Stand: 27.01.2012

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