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Stichworte: Wo finde ich weitere Informationen über die elektrostatische Aufladung und Entladung des Fussbodens in einer medizinischen Praxis?

Frage:

Wo finde ich weitere Informationen über die elektrostatische Aufladung und Entladung des Fussbodens in einer medizinischen Praxis ?

Antwort :

Grundsätzlich führt die Entladung von aufgeladenen Gegenständen, wie z. B. Trichtern, Kannen oder Handwerkzeugen und elektrostatische Entladungen von Personen in der Regel nicht zu Verletzungen. Bei energiereichen Funken- oder bei Gleitstielbüschelentladungen sind jedoch gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht auszuschließen. Personen mit Herzschrittmacher können gefährdet werden. Unabhängig von der Energie der Entladung kann eine Unfallgefahr durch Schreckreaktionen gegeben sein.
Gefährliche Aufladungen müssen vermieden werden, wenn die Bereiche als explosionsgefährdet eingestuft sind. Maßnahmen zur Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen nach der Technischen Regel - TRBS 2153 "Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen" (
www.baua.de/TRBS/) schließen gleichermaßen den Schutz von Personen mit ein. Siehe auch Anhang C der TRBS 2153.

Konkrete Regelungen für medizinisch genutzte Räume mit explosionsgefährdeten Bereichen enthält Abschnitt 8.3.6 der TRBS 2153. Danach sollen z.B. zur Vermeidung von Aufladungen Arbeitskleidung, Decken und Tücher unter den betriebsgemäß anzunehmenden Bedingungen ableitfähig sein. Decken, Tücher oder solche Gewebe und Gewirke, die nicht ableitfähig sind, und typische Gegenstände und Einrichtungen in medizinischen Räumen, wie z. B. Gummitücher, -matratzen, -kopfkissen oder gepolsterte Sitze, sind auszuschließen. Abdeckung des Operationstisches und fahrbarer Krankentragen sowie der Sitzflächen von Hockern nur Gummi oder Kunststoffe mit Oberflächenwiderständen zwischen 5 · 104 Ω und 106 Ω darf verwendet werden. Für Atembeutel und Bälge von Anästhesiegeräten und Sauerstoffbeatmungsgeräten sind ausschließlich leitfähige Werkstoffe zu verwenden.
Der Ableitwiderstand des Fußbodens darf höchstens 108 Ω betragen. In medizinisch genutzten Räumen mit explosions-gefährdeten Bereichen ist ableitfähiges Schuhwerk – einschließlich der Überschuhe – zu tragen.
Hinweis: Narkosegeräte, Hocker, Tritte, fahrbare Krankentragen und Ähnliches müssen durch Rollen bzw. Fußkappen aus leitfähigem Werkstoff mit dem Fußboden verbunden sein.

Weitere Informationen zur elektrostatischen Aufladung können Sie u.a. den Abschnitten 7 und 8.2 der TRBS 2153 "Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen" sowie den FAQ der BG RCI zum Thema entnehmen (http://www.bgrci.de/exinfode/ex-schutz-wissen/expertenwissen/elektrostatik/ 
).


Dialognummer: 14842
Stand: 31.10.2011

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