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Stichworte: Nach einer Kündigung beziehe ich Arbeitslosengeld, muss aber mit weniger auskommen, als mir nach meinem früheren Gehalt zustehen würde. Warum?

Frage:

Ich bin nach einer vierjährigen Elternzeit zurück in meinen alten Job gegangen, habe aber schon bald eine Kündigung erhalten. Nun beziehe ich Arbeitslosengeld, muss aber mit weniger auskommen, als mir nach meinem früheren Gehalt zustehen würde. Warum?

Antwort :

Die Höhe ihres Arbeitslosengeldes ist davon abhängig, wie lange Sie in Elternzeit waren und wie lange Sie seitdem wieder arbeiten. Das Arbeitslosengeld berechnet sich nur dann nach dem letzten Arbeitseinkommen, wenn Sie innerhalb der letzten zwei Jahre an mindestens 150 Tagen Gehalt bezogen haben (§§ 130, 132 SGB III - Sozialgesetzbuch - Drittes Buch).

Ist diese Bedingung nicht erfüllt, kann die Bundesagentur für Arbeit ein fiktives Arbeitsentgelt zugrunde legen. Die Bundesagentur für Arbeit beruft sich in diesem Fall auf eine Gesetzesverschärfung im Zuge der Hartz-Reformen, die besagt: Bei einer Beschäftigung von weniger als fünf Monaten wird das Arbeitslosengeld nicht wie üblich nach dem letzten Arbeitseinkommen berechnet, sondern pauschal. Betroffen von dieser Regelung sind unter anderem Mütter und Väter, die kurz nach ihrem Wiedereinstieg eine Kündigung erhalten.

Diese Regelung hat das Bundessozialgericht Kassel Ende August 2011 bestätigt (Aktenzeichen: B 11 AL 19/10 R).
Das fiktive Arbeitsentgelt berechnet sich nach Qualifikationsgruppen, die der beruflichen Qualifikation entspricht, die für die Beschäftigung erforderlich ist, auf die die Agentur für Arbeit die Vermittlungsbemühungen für den Arbeitslosen in erster Linie zu erstrecken hat.


Hinweise:
Die Internetplattform Forum W bietet Frauen und Männern, die nach einer längeren Familienzeit beruflich wieder einsteigen wollen, umfassende Informationen, Anregungen und Servicetipps, die den Jobeinstieg erleichtern und die Chancen beim Wiedereinstieg verbessern.
Der Erhalt von Bildungsschecks ist für Berufsrückkehrende möglich, so dass diese – neben Beschäftigten – vom Land Nordrhein-Westfalen einen Zuschuss von bis zu 500 Euro für ihre Weiterbildungsmaßnahme erhalten können.



Dialognummer: 14804
Stand: 25.10.2011

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