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Nutzerpfad: Besondere Zielgruppen > Werdende und stillende Mütter > Beschäftigungsverbote und -beschränkungen
Stichworte: Darf eine schwangere Assistenzärztin in einer onkologischen Ambulanz arbeiten?

Frage:

Darf eine schwangere Assistenzärztin in einer onkologischen Ambulanz arbeiten, wenn sie lediglich Patienten untersucht und Gespräche führt? Sie verabreicht keine Medikamente und nimmt kein Blut ab.

Antwort :

Im Mutterschutzgesetzes-MuSchG und der dazu erlassenen Mutterschutzrichtlinienverordnung  www.bundesrecht.juris.de/bundesrecht/muscharbv/gesamt.pdf werden keine erlaubten Tätigkeiten genannt, sondern werden die zum Schutz der werdenden Mutter einzuhaltenden Beschäftigungsverbote und Beschäftigungsbeschränkungen aufgeführt.
Für den Bereich der Onkologie findet sich eine diesbezügliche Konkretisierung in dem Merkblatt "Werdende Mütter im Krankenhaus" www.gaa.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/16416/  :

Auszug:
ONKOLOGIE / HÄMATOLOGIE
In der Onkologie/Hämatologie kommt es bei immundefizienten Patienten gehäuft zum Auftreten von Infektionskrankheiten bzw. zur Ausscheidung größerer Erregermengen. Laut Angaben der ständigen Impfkommission (STIKO) besteht ein erhöhtes Risiko für Seronegative, an Masern oder Windpocken zu erkranken. Ebenso treten in diesem Bereich vermehrt Zytomegalieerkrankungen auf. Dies schließt einen Umgang von seronegativen Schwangeren mit immundefizienten Patienten aus.

Auch in der unter http://sl.osha.de/good_practice/handmukrank.pdf veröffentlichten Handlungsanleitung für den Arbeitgeber "Mutterschutz in Krankenhäusern" wird ausgeführt, das auf onkologischen Abteilungen grundsätzlich ein Beschäftigungsverbot für werdende und stillende Mütter gilt. 
Nach Absprache mit der zuständigen Arbeitsschutzbehörde kann ein bedingter Einsatz in diesen Bereichen unter genau definierten Umständen möglich sein.

Der Entscheidung, ob bzw. unter welchen Voraussetzungen eine schwangere Assistenzärztin in einer onkologischen Ambulanz arbeiten darf, muss daher eine eingehende Gefährdungsbeurteilung vorausgehen und sollte mit der vor Ort zuständigen Arbeitsschutzbehörde abgeklärt werden.

Auf die Informationen unter www.arbeitsschutz.nrw.de/Themenfelder/mutterschutz/index.php weisen wir hin.

Dialognummer: 14334
Stand: 16.08.2011

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