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Nutzerpfad: Orientierung, Weiterbildung, Jobstart > Aus- und Weiterbildung > Ausbildung und Umschulung
Stichworte: Welche Möglichkeiten der Umschulung oder Förderung gibt es für eine gelernte Arzthelferin, nach 18 Jahren in das Berufsleben zurückzukehren?

Frage:

Ich habe 1982 eine Ausbildung zur Arzthelferin absolviert und ca. sieben Jahre in dem Beruf gerarbeitet. Dann habe ich die Selbständigkeit meines Ehemannes in einer Physiotherapiepraxis 18 Jahre lang mit aufgebaut. Nach der Scheidung wollte ich in meinen alten Beruf zurück. Nach drei Stellen in diversen Arztpraxen muß ich einsehen, daß ich die Entwicklung in diesem Beruf verpasst habe (insbesondere die Arbeit am Computer und im Abrechnungswesen) und im stressigen Praxisalltag nicht so schnell lernen kann. Ich würde auch gerne etwas mit Kindern oder Familienberatung machen, auch Ernährungsberatung würde mich sehr interessieren. Habe ich als Bezieherin von ALG II Anspruch auf Umschulung oder Förderung in irgendeiner Form?

Antwort :

Wenn Sie als Berufsrückkehrerin nach 18 Jahren in Ihren ursprünglich erlernten Beruf zurück wollen, gelten Sie nach den Regeln der Arbeitsagentur als nicht mehr qualifiziert. Sie beziehen, so ist Ihrer Anfrage zu entnehmen, aktuell Leistungen aus dem ALG II.

Damit stehen Ihnen folgende Möglichkeiten offen (und auch zu):
1.) ein Gespräch mit einem Fallmanager/einer Fallmanagerin des für Sie zuständigen JobCenters, der/die mit Ihnen konkrete nächste Schritte für einen erfolgreichen Wiedereinstieg bespricht.

2) wenn Sie sich noch nicht genau im Klaren sind, wohin Sie beruflich wollen, fragen Sie, ob es ein Orientierungsangebot für Berufsrückkehrerinnen in Ihrer Nähe gibt.

3) Sie haben die Möglichkeit, mit Ihrem Fallmanager über eine Qualifizierung bzw. Weiterbildung zu sprechen, die mit einem Bildungsgutschein gefördert wird (das Bildungsangebot muss zertifiziert sein).
Das können z.B. sein: eine auf Ihren Beruf bezogene fachliche Auffrischung, PC-Training oder eine von Ihnen angestrebte neue Qualifizierung.  Im Auge behalten sollten Sie, dass es jeweils Kann-Leistungen sind - also geben Sie nicht auf, auch wenn es beim ersten Mal nicht sofort mit einer Förderzusage klappen sollte - bleiben Sie dran und verhandeln Sie.
Wenn Sie auf Ihren Ausbildungsberuf aufsetzen möchten, bieten die Ärztekammern entsprechende Fortbildungen auf Ihren Internetportalen an. ansonsten bieten Weiterbildungsportale (siehe unten) Informationen.  

  4) Nehmen sie Kontakt zu Ihrer Gleichstellungsbeauftragten vor Ort auf, Sie kennt in der Regel Bildungsträger vor Ort, die Angebote für "Neu-Einsteigerinnen" auflegen

Weitere Informationen werden im Internet angeboten unter:
www.wiedereinstieg.nrw.de
www.arbeit.nrw.de/arbeit/wege_in_arbeit_finden/berufsrueckkehr/weiterbildung-wiedereinstieg/index.php 
www.weiterbildung.in.nrw.de   
www.perspektive-wiedereinstieg.de    


Hinweise:
Information: Die Internetplattform
Forum W bietet Frauen und Männern, die nach einer längeren Familienzeit beruflich wieder einsteigen wollen, umfassende Informationen, Anregungen und Servicetipps, die den Jobeinstieg erleichtern und die Chancen beim Wiedereinstieg verbessern.

Beratung: Kostenlose Beratung zur beruflichen Entwicklung bietet ein Förderprogramm des  Landes Nordrhein-Westfalen.Die nächstgelegene professionelle Beratungsstelle ist hier zu finden Weiterbildungsberatung

Förderung: Der Erhalt von Bildungsschecks ist für Berufsrückkehrende möglich, so dass diese – neben Beschäftigten – vom Land Nordrhein-Westfalen, mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds, einen Zuschuss  für ihre berufliche Weiterbildungsmaßnahme erhalten können.





Dialognummer: 14327
Stand: 10.02.2014

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