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Stichworte: Gibt es für den Wiedereinstieg Fördermöglichkeiten der Agentur für Arbeit für meinen Arbeitgeber?

Frage:

Gibt es für meinen Arbeitgeber eine Fördermöglichkeit für die Einarbeitung für mich als Wiedereinsteigerin (47 Jahre, 9 Jahre aus dem Beruf)? Die Agentur für Arbeit gab mir das Stichwort "§ 46 SGB III.


Antwort :

Nach § 45 SGB III (seit dem 01.04.2012) können u.a. von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitsuchende und Arbeitslose bei Teilnahme an Maßnahmen gefördert werden, die ihre berufliche Eingliederung, durch z.B. Heranführung an den Arbeitsmarkt, Feststellung, Verringerung oder Beseitigung von Vermittlungshemmnissen oder Vermittlung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung, unterstützen. Diese werden als Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung bezeichnet. Wichtig dabei ist, dass die Eingliederung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung mit einer Arbeitszeit von mindestens 15 Stunden wöchentlich erfolgt. Die Förderung umfasst die Übernahme der angemessenen Kosten für die Teilnahme, soweit dies für die berufliche Eingliederung notwendig ist. Die Förderung kann auf die Weiterleistung von Arbeitslosengeld beschränkt werden, wobei in Ihrem Fall wegen der längeren Unterbrechung der Berufstätigkeit von einem Arbeitslosengeldanspruch nicht auszugehen ist.

Maßnahmen (oder Teile von Maßnahmen), die bei oder von einem Arbeitgeber durchgeführt werden, dürfen jeweils die Dauer von vier Wochen nicht überschreiten.

Als sogenannte Berufsrückehrerin gehören Sie grundsätzlich auch zu dem förderfähigen Personenkreis. Voraussetzung ist, dass Sie bei der für Sie zuständigen Arbeitsagentur arbeitslos gemeldet sind und dies für die  Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt sinnvoll ist.

Die Notwendigkeit zur Feststellung, Verringerung oder Beseitigung von Vermittlungshemmnissen orientiert sich insbesondere an den, im Beratungs- und Vermittlungsgespräch ermittelten, Handlungsbedarfen in der Standortbestimmung beim Gespräch mit der Vermittlungsfachkraft.  Ein Rechtsanspruch hierfür kann nicht geltend gemacht werden.

Sie sollten auch klären, ob ggf. die Zahlung eines Eingliederungszuschusses möglich ist:

Arbeitgeber können zur Eingliederung von förderungsbedürftigen Arbeitnehmern Zuschüsse zu den Arbeitsentgelten zum Ausgleich von Minderleistungen erhalten. Die Förderhöhe und die Förderdauer richten sich nach dem Umfang einer Minderleistung des Arbeitnehmers und nach den jeweiligen Eingliederungserfordernissen. Eingliederungszuschüsse sind vor Arbeitsaufnahme bei der Agentur für Arbeit bzw. dem Träger der Grundsicherung zu beantragen. Dem Arbeitgeber können bis zu 50 Prozent des regelmäßig gezahlten Arbeitsentgelts sowie des pauschalierten Arbeitgeberanteils am Gesamtsozialversicherungsbeitrag als monatlicher Lohnkostenzuschuss für die Dauer von längstens zwölf Monaten gezahlt werden.
Anträge zu diesen Leistungen werden nach vorangegangener Beratung von den örtlich zuständigen Agenturen für Arbeit ausgegeben. Bei den Eingliederungszuschüssen handelt es sich um Ermessensleistungen der aktiven Arbeitsförderung, über die die örtlichen Agenturen für Arbeit sowohl dem Grunde nach als auch in Bezug auf Höhe und Dauer der Leistung im Rahmen der einschlägigen gesetzlichen Regelungen eigenständig und nach pflichtgemäßem Ermessen entscheiden.


Weitere Fördermöglichkeiten im Rahmen des jeweiligen Ermessen der Integrations-/Vermittlungsfachkraft erlaubt die Förderung beruflicher Weiterbildung §§ 81 - 87 SGB III. Dies in Abhängigkeit davon, ob Sie bspw. die letzten Jahre einen Angehörigen betreut oder geplegt haben oder in einem Tätigkeit unterhalb Ihrer Qualifikation beschäftigt waren. Klären Sie Ihre Fördervoraussetzungen am besten mit Ihrer Vermittlungsfachkraft.

Hinweise:
Die Internetplattform Forum W bietet Frauen und Männern, die nach einer längeren Familienzeit beruflich wieder einsteigen wollen, umfassende Informationen, Anregungen und Servicetipps, die den Jobeinstieg erleichtern und die Chancen beim Wiedereinstieg verbessern.
Der Erhalt von Bildungsschecks ist für Berufsrückkehrende möglich, so dass diese – neben Beschäftigten – vom Land Nordrhein-Westfalen einen Zuschuss von bis zu 500 Euro für ihre Weiterbildungsmaßnahme erhalten können.



Dialognummer: 14004
Stand: 04.07.2011

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