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Nutzerpfad: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Verwendungsverbote > Asbest

Frage:

Muss ein Betrieb ein Asbestkataster führen?

Antwort :

Ein Asbestkataster ist i. d. R. dann zu führen, wenn in den eigenen Betriebsstätten Asbestvorkommen in Baumaterialien zu finden sind.

Ein Asbestkataster enthält alle nachgewiesenen Fundstellen und setzt entsprechende Messungen und Materialanalysen voraus, wobei nicht immer alle tatsächlichen Vorkommen erfassbar sind.

Bitte beachten Sie: Als Bergbaubetrieb haben Sie möglicherweise zwei verschiedene Arten von Asbestvorkommen.

Einmal in den im Betrieb eingesetzten Baumaterialien - über und unter Tage, für die ggf. eine Dringlichkeitsbewertung nach Asbest-Richtlinien durchzuführen ist, die ein entsprechendes Fundstellenverzeichnis voraussetzt, zumindest aber parallel läuft.

Ferner kann es vorkommen, dass im Bergbau Gestein Asbestadern enthält. In diesem Fall wäre die Belastung durch lungengängige Fasern wahrscheinlich sehr hoch, im sieben- oder achtstelligen Bereich pro m3 Luft. Uns ist allerdings kein derartiger Fall bekannt. Aber auch dann wäre ein Vorkommens- bzw. Fundstellenverzeichnis zu führen, um weitere Faserfreisetzungen zu vermeiden. Als lungengängig gelten Asbestfasern mit einer Länge > 5 Mikrometer und einen Durchmesser < 3 Mikrometer bei einem Verhältnis L:D < 3:1.

In beiden Fällen sind unverzüglich nach Feststellung geeignete Schutzmaßnahmen gegen Faserfreisetzungen zu treffen.

Hinweis: Das Institut ASER e.V., Wuppertal, bietet unter diesem Link eine rechnergestützte Gefahrenbeurteilung von Gebäuden mit Asbestprodukten an.

Dialognummer: 13967
Stand: 24.06.2011

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