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Nutzerpfad: Gesundheitsschutz > Arbeitsmedizinische Vorsorge > Sonstige Fragen (13.1.5)
Stichworte: Welcher Zweck wird mit einer Untersuchung nach dem arbeitsmedizinischen Grundsatz G 26.3 für ausgebildete Atemschutzgeräteträger verfolgt?

Frage:

Ist die Untersuchung nach dem Arbeitsmedizinischen Grundsatz G 26.3 eine Untersuchung, die den ausgebildeten Atemschutzgeräteträger im Rahmen seiner Tätigkeit schützen helfen soll, oder ist es auch eine Untersuchung zur Eignungsfeststellung im Vorfeld der Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger?

Antwort :

Die Unterscheidungen und Besonderheiten der Eignungs- und Tauglichkeitsuntersuchungen zu den arbeitsmedizinschen Vorsorgeuntersuchungen werden im "Leitfaden für Betriebsärzte zu arbeitsmedizinischen Untersuchungen" ausführlich beschrieben (http://www.dguv.de/inhalt/praevention/fachaus_fachgruppen/arbeitsmedizin/documents/leit_arbmed.pdf).

Eignungs- bzw. Tauglichkeitsuntersuchungen sind dem Arbeitsrecht bzw. Dienstrecht zuzuordnen und demzufolge anders zu handhaben als die arbeitsmedizinschen Vorsorgeuntersuchungen entsprechend den Vorschriften der
Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge - ArbMedVV. Beide Untersuchungen werden aber überwiegend vom bestellten Betriebsarzt nach dem Arbeitssicherheitsgesetz - ASiG durchgeführt.
Hinweis: Arbeitsmedizinsche Vorsorgeuntersuchungen sind Bestandteil des Personalaufwandes für den Betriebsarzt und werden dem betriebsspezifischen Teil der Betreuung gemäß DGUV Vorschrift 2 zugerechnet. Die Zeiten die für Eignungs- und Tauglichkeitsuntersuchungen aufgewandt werden, können nicht auf die Einsatzzeiten gemäß Arbeitssicherheitsgesetz und DGUV Vorschrift 2 angerechnet werden, sondern sind separat zu vereinbaren.

Tätigkeiten, die das Tragen von Atemschutzgeräten der Gruppe 2 und 3 erfordern sind im Teil 4 im Anhang zur ArbmedVV aufgeführt und verpflichten somit den Arbeitgeber eine arbeitsmedizinsche Vorsorgeuntersuchung zu veranlassen  (Pflichtuntersuchung -> § 4 ArbmedVV). Dagegen sind arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen anzubieten bei Tätigkeiten, die das Tragen von Atemschutzgeräten der Gruppe 1 erfordern (Angebotsuntersuchung -> § 5 ArbMedVV).
Konkretisiert wird dies durch die neuen Handlungsanleitungen der DGUV; hier die BGI/GUV-I 504-26 "Handlungsanleitung für die arbeitsmedizinische Vorsorge nach dem DGUV Grundsatz G 26 - Atemschutzgeräte" (
http://publikationen.dguv.de/). 

Auf Grund der Nennung der Tätigkeiten mit Atemschutzgeräten in der ArbmedVV handelt es sich um eine arbeitsmedizinsche Vorsorgeuntersuchung, die der Früherkennung arbeitsbedingter Gesundheitsstörungen dient, sowie der Feststellung, ob bei Ausübung einer bestimmten Tätigkeit eine erhöhte gesundheitliche Gefährdung der Beschäftigten besteht (§ 2 Abs. 2 ArbmedVV).

Hinweis: Im Bereich der Feuerwehren wird o.g. Untersuchung auch als Eignungsuntersuchung angesehen. Vergleiche dazu § 14 der Unfallverhütungsvorschrift GUV-V C 53 "Feuerwehren" und die landesrechtlichen Bestimmungen (z.B. Feuerwehr-Dienstvorschrift FwDV 7 "Atemschutz").


Dialognummer: 13963
Stand: 24.06.2011

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