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Nutzerpfad: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Zulässige Belastungen > Grenzwerte
Stichworte: Wie hoch darf die Konzentration von Dioxin am Arbeitsplatz oder in Abfallprodukten, wie z.B. Kupolofenstaub, sein?

Frage:

Wir haben in unserem Betrieb mit Dioxinen und Furanen als Abfall unserer Produktion (Kupolofen) zu tun. Seit wir einen Bericht über Kupolofenstaub gefunden haben, machen wir uns etwas Sorgen um unsere Gesundheit.
Wie hoch darf die konzentration von Dioxin sein am Arbeitsplatz oder in Abfallprodukten, wie z.B. Staub?

Antwort :

Die Gruppe der chlorierten Dioxine und Furane besteht aus 75 polychlorierten Dibenzo-p-dioxinen und 135 polychlorierten Dibenzofuranen. Dioxine liegen immer als Gemische von Einzelverbindungen mit unterschiedlichen Zusammensetzungen vor. Deshalb ist es möglich und richtig, in der Literatur auf unterschiedliche Konzentrationsgrenzen zu stoßen. Geläufig sind die Verbindungen:
PCDD => Dibenzo-p-dioxine
PCDF => Dibenzo-p-furane
TCDD => Tetrachlordibenzo-p-dioxin

In der Technischen Regel für Gefahrstoffe (TRGS 900) "Arbeitsplatzgrenzwerte" (www.baua.de/TRGS/) galt in der Ausgabe von August 2004 für PCDD und PCDF ein TRK- Wert (Technische Richtkonzentration) von 50 pg TE/m³ (pg = Pikogramm = billionstel Gramm; TE = Toxizitätsäquivalent). Zu den Toxizitätsäquivalenten siehe die Erläuterungen unter http://de.wikipedia.org/wiki/Polychlorierte_Dibenzodioxine_und_Dibenzofurane#Toxizit.C3.A4ts.C3.A4quivalente.

Mit Überarbeitung und Inkrafttreten einer neuen Gefahrstoffverordnung (Fassungen seit 23.12.2004 bzw. 26.11.2010) hat dieser TRK- Wert jedoch keine Rechtsgrundlage mehr, sondern kann nur noch als Hilfestellung dienen. Generell ist hier das Minimierungsgebot zu beachten, d.h. die Entstehung so weit wie möglich vermeiden; wenn das nicht möglich ist, den Umgang so weit wie möglich vermeiden (technische, organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen).

Auf die Informationen der Bekanntmachungen unter www.baua.de/trgs weisen wir hin.

In der TRGS 905 "Verzeichnis krebserzeugender, erbgutverändernder oder fortpflanzungsgefährdender Stoffe" gilt TCDD als krebserzeugend, wenn ein Wert von 2 Mikrogramm/ kg überschritten wird. Wird dieser Grenzwert im z.B. Staub überschritten, gilt der Arbeitsbereich als Dioxin belastet.

Dialognummer: 13962
Stand: 15.06.2012

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