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Nutzerpfad: Belastungen durch Biostoffe > Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Biostoffen > Allgemeine Schutzmaßnahmen (6.)
Stichworte: Wo muss die Inaktivierung/Sterilisierung von Abfällen mit biologischen Arbeitsstoffen der Risikogruppe 2 erfolgen?

Frage:

Nach TRBA 100 5.3 Punkt 12 und 13 müssen Abfälle, welche biologische Arbeitsstoffe der Risikogruppe 2 enthalten, vor der Entsorgung inaktiviert/sterilisiert werden.
Muß diese Inaktivierung innerhalb des Gebäudes stattfinden, in welchem sich das betreffende Labor der Schutzstufe 2 befindet, oder kann die Inaktivierung z.B. in einer geeigneten, räumlich entfernten Müllverbrennungsanlage stattfinden? Der Transport des noch infektiösen Abfalls müsste dann natürlich auf der Strasse durch ein geeignetes und zugelassenes Entsorgungsunternehmen in geeigneten und zugelassenen, dichten Behältern stattfinden.

Die Entsorgung des infektiösen Mülls eines mikrobiologisch diagnostischen Labors in einer Müllverbrennungsanlage wäre wünschenswert, da bei der Inaktivierung in einem Autoclaven die mit dieser Arbeit beschäftigten Mitarbeiter beim Umgang mit dem zu inaktivierenden Abfall eher einem Infektionsrisiko ausgesetzt sind als in einer großtechnischen Müllverbrennungsanlage. Zudem besteht trotz der technisch möglichen Vorkehrungen eine Belästigung des Mitarbeiters durch unangenehme Gerüche beim Öffnen des Autoclaven.

Antwort :

Nach der TRBA 100 "Schutzmaßnahmen für gezielte und nicht gezielte Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen in Laboratorien" muss die Inaktivierung der biologischen Arbeitsstoffe in der Schutzstufe 2 im selben Gebäude des Laboratoriums erfolgen. Diese infektiösen Abfälle sind 2 x wöchentlich in den Autoklaven zu geben (DIN 58 956, Teil 4: Medizinisch-mikrobiologische Laboratorien, Anforderungen an die Entsorgung). In der Praxis ist es sinnvoll, eine tägliche Entsorgung der Abfälle durchzuführen, da dann die zusätzlichen Auflagen nicht notwendig eingehalten werden müssen. Die technischen Regeln für biologische Arbeitsstoffe - TRBA werden Internet z.B. von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin unter http://www.baua.de/prax/index.htm angeboten.


Stand: Februar 2003


Dialognummer: 1393

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