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Nutzerpfad: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Persönliche Schutzausrüstung (PSA) > Beschaffung und Bereitstellung von PSA

Frage:

Gibt es eine Vorschrift, in der genau beschrieben ist, wann ein Mitarbeiter auf einer Baustelle einen Helm zu tragen hat?

Antwort :

Die arbeitsschutzrechtlichen Vorschriften und Regeln verpflichten den Arbeitgeber im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung mögliche Gefährdungen zu ermitteln und die nötigen Schutzmaßnahmen festzulegen [§ 5 des Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)].

Die berufsgenossenschaftlichen Regeln GUV-R 193 "Benutzung von Kopfschutz" erläutern die grundsätzlichen Anforderungen der berufsgenossenschaftlichen Vorschrift GUV-V A1 "Grundsätze der Prävention"
hinsichtlich des Einsatzes von Industrieschutzhelmen und Industrie-Anstoßkappen. Dieses Vorschriften- und Regelwerk ist in die Gefährdungsbeurteilung einzubeziehen.

Danach kommt eine Helmpflicht insbesondere dann in Betracht, wenn neben der Möglichkeit der Gefährdungen durch herabfallende Gegenstände auch Gefährdungen durch
– Anstoßen an Gegenständen,
– pendelnde Gegenstände,
– umfallende Gegenstände oder
– wegfliegende Gegenstände
möglich sind.

In arbeitsschutzrechtlichen Vorschriften wird eine generelle Helmpflicht für Baustellen nicht explizit genannt. 

Da  aber auf Baustellen vielfach die v. g. Gefährdungen vorliegen, wird in den überwiegenden Fällen Ergebnis der vom Arbeitgeber zu erstellenden Gefährdungsbeurteilung sein, dass er die Benutzung von Schutzhelmen auf der Baustelle verpflichtend festlegen muss.

Beim Erstellen der Gefährdungsbeurteilung soll sich der Arbeitgeber von der Fachkraft für Arbeitssicherheit und vom Betriebsarzt beraten und unterstützen lassen.

Die Beschäftigten wiederum sind verpflichtet, zur Verfügung gestellte persönliche Schutzausrüstung bestimmungsgemäß zu verwenden (
§ 15 Absatz 2 des ArbSchG).


Dialognummer: 13816
Stand: 22.12.2011

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