Wissensdatenbank


Nutzerpfad: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Gefahrstoffen > Allgemeine Schutzmaßnahmen (5.)
Stichworte: Welche Maßnahmen muss ein Betrieb treffen, wenn verdünnte alkalische Beizlösungen einem Entsorger in IBCs übergeben werden?

Frage:

Welche Maßnahmen muss ein Betrieb treffen, wenn verdünnte alkalische Beizlösungen (EAK-Nr. 110107) einem Entsorger in IBCs übergeben werden?
Müssen Maßnahmen getroffen werden, um ein Eindringen in den Boden und in die Kanalisation zu verhindern; wenn ja, welche?
Welchen Schutz muss ich den Mitarbeitern, welche die Verladung überwachen, zur Verfügung stellen?

Antwort :

Grundsätzlich obliegt es dem Arbeitgeber, eine Bewertung der Gefährdungen und die notwendigen Schutzmaßnahmen festzulegen [§ 5 "Beurteilung der Arbeitsbedingungen" des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG), § 6 "Informationsermittlung und Gefährdungsbeurteilung" der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)].

Für die Gefährdungsbeurteilung relevante Informationen (z. B. Mögliche Gefahren, Erste-Hilfe-Maßnahmen, Maßnahmen bei unbeabsichtigter Freisetzung, Persönliche Schutzausrüstung, Hinweise zur Entsorgung, etc.) sind dem Sicherheitsdatenblatt zu entnehmen. Informationen zur Gefährlichkeit, Handhabung und Entsorgung von verdünnter alkalischer Beizlösung können auch beim Hersteller oder Inverkehrbringer erfragt werden. Weiterhin wird sicherlich auch die Entsorgungsfachfirma beratend zur Seite stehen. Von der Entsorgungsfachfirma werden die notwendigen Informationen bezüglich der fachgerechten Entsorgung des gefährlichen Abfalls und der Beförderungspapiere (ADR) erhalten.

Die Gefährdungsbeurteilung nach Gefahrstoffverordnung darf nur von fachkundigen Personen durchgeführt werden. Verfügt der Arbeitgeber nicht selbst über die entsprechenden Fachkenntnisse, so hat er sich fachkundig beraten zu lassen. Als fachkundige Personen gelten in der Regel die Fachkraft für Arbeitssicherheit und der Betriebsarzt. Zum Teil unterstützen auch die Hersteller bzw. Inverkehrbringer die Arbeitgeber beim Erstellen der Gefährdungsbeurteilung.


Dialognummer: 13370
Stand: 18.06.2012

Ihre Zufriedenheit ist uns wichtig...

Sie helfen uns mit Ihrer Bewertung, die Qualität von KomNet stetig zu verbessern. Vielen Dank!

Die Beantwortung finde ich...
sehr hilfreich
hilfreich
nicht hilfreich
falsch (Bitte erläutern und ggf. E-Mail-Adresse angeben, wenn wir mit Ihnen in Kontakt treten sollen)

Bitte teilen Sie uns hier Ihre Anmerkungen oder Anregungen zu diesem Dialog mit ...
Hier bitte keine neue(n) Frage(n) stellen!

Ihre E-Mail-Adresse, damit wir ggf. mit Ihnen in Kontakt treten können :


Impressum:
Anbieter dieser Internetseiten ist das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen (LIA.NRW) als Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Anschrift: Ulenbergstr. 127-131, 40225 Düsseldorf
Telefon: (02 11) 3101 - 0
E-Mail: poststelle@lia.nrw.de

Inhaltlich verantwortlich:
Das LIA.NRW ist als Diensteanbieter nach § 7 Abs. 1 TMG (Telemediengesetz) für die eigenen Inhalte, die es zur Nutzung bereithält, nach den allgemeinen Vorschriften verantwortlich. Für die Inhalte der Antworten von KomNet oder einem darauf basierenden Dienst ist das dort angegebene Kompetenzcenter verantwortlich. Soweit ein Text von dritter Seite erstellt ist, wird der jeweilige Verfasser namentlich benannt. In diesen Fällen ist der Verfasser des jeweiligen Dokuments bzw. sein Auftraggeber für den Inhalt verantwortlich.

Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung.
Um PDF-Dateien anzuzeigen und zu drucken benötigen Sie ein geeignetes Programm wie z. B. den Adobe-Reader. Diesen können Sie hier herunterladen.