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Stichworte: Wie wird die Befähigung zum Führen von Erdbaumaschinen nachgewiesen?

Frage:

Gem. Ziffer 3.2 "Anforderung an den Maschinenführer" der BGR 500 / GUV R 500 Kapitel 2.12 - Betreiben von Erdbaumaschinen - dürfen mit dem selbstständigen Führen oder Warten von Erdbaumaschinen nur Personen beschäftigt werden, die
1. das 18. Lebensjahr vollendet haben,
2. körperlich und geistig geeignet sind,
3. im Führen oder Warten der Erdbaumaschine unterwiesen sind und ihre Befähigung hierzu gegenüber dem Unternehmer
nachgewiesen haben

Frage zu 3.)
Wie hat eine solche Unterweisung auszusehen?
Reicht eine Einweisung durch einen erfahrenen z.B. Radladerfahrer vor Ort oder wird ein Führerschein für Erdbaumaschinen gefordert, um die Befähigung gegenüber dem Unternehmer ausreichend nachzuweisen?

Antwort :

Gemäß der DGUV Regel 100-500 (bisher: BGR 500) Kapitel 2.12 "Betreiben von Erdbaumaschinen" wird gefordert, dass Maschinenführer u.a.
1. das 18. Lebensjahr vollendet haben,
2. körperlich und geistig geeignet sind,
3. im Führen oder Warten der Erdbaumaschine unterwiesen sind und ihre Befähigung hierzu gegenüber dem Unternehmer nachgewiesen haben, und von denen
4. zu erwarten ist, dass sie die ihnen übertragenen Aufgaben zuverlässig erfüllen.
Sie müssen vom Unternehmer zum Führen oder Warten der Erdbaumaschine bestimmt sein.

Die Nummer 3 beinhaltet zwei Forderungen. Zunächst muss der Maschinenführer im Bedienen der Maschine unterwiesen werden. Dies geschieht im Regelfall durch die Vorgesetzten vor Ort und an der Maschine (Einweisung und Unterweisung). Die Befähigung kann durch den erfolgreichen Abschluss einer entsprechenden Maschinenführerausbildung (Seminar) mit Teilnahmenbescheinigung nachgewiesen werden. Eine Berufsausbildung zum Erdbaumaschinenführer ist als gleichwertig heranzuziehen. Der Arbeitgeber muss die Befähigung eigenverantwortlich beurteilen.

Ähnliche Regelungen enthält § 35 "Fahrzeugführer" der DGUV Vorschrift 70 (bisher: BGV D 29) "Fahrzeuge"

Dialognummer: 13149
Stand: 04.08.2015

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