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Nutzerpfad: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Gefährdungen > Gefährdungen durch Rauche und Motoremissionen
Stichworte: Ist das Schweißen verzinkter Metalle zulässig?

Frage:

Als Betriebsarzt wurde mir von einem Schweißer berichtet, dass er gelegentlich auch feuerverzinkte Blechteile schweißen muss. Gesundheitliche Probleme (Metalldampffieber) sind aufgrund günstiger Lüftungssituation nicht aufgetreten.
Ist ein Überschweißen zinkhaltiger Beschichtungen zulässig?

Antwort :

Das Schweißen von verzinkten Metallen führt zu nicht unerheblichen Schadstoffkonzentrationen im Schweißrauch. Bei der Bearbeitung verzinkter Stähle enthalten die Rauche hohe Anteile von Zinkoxid, die aus der Beschichtung durch Verdampfen und Oxidation entstehen. Siehe dazu die DGUV Information 209-016 - Schadstoffe beim Schweißen und bei verwandten Verfahren (bisher BGI 593).

Bei Verfahren der Schweißtechnik, bei denen mit hohen Schadstoffkonzentrationen und/oder mit kritischen Stoffen in der Luft am Arbeitsplatz gerechnet werden muss, ist der Einsatz von Absaugeinrichtungen zum direkten örtlichen Erfassen der entstehenden Schadstoffe die wirksamste Schutzmaßnahme.

"Immer dann, wenn die notwendige Lüftung, z. B. Absaugung, nicht ausreichend wirksam oder im Einzelfall nicht möglich
ist, muss der Schweißer persönlichen Atemschutz benutzen. Das gilt auch für Autogenarbeiten an verzinkten, verbleiten
oder mit Farben beschichteten Werkstücken und Nichteisenmetallen, vor allem aber in engen Räumen."
"Gegen Schweißrauche werden bei sonst ausreichender Atemluft Partikel filternde Masken eingesetzt. ..... Sind auch toxische Rauche in gefährlicher Konzentration möglich, sind entsprechende Kombinationsfilter, z. B. gegen nitrose Gase und Zinkoxid ein Filter N02-P2 (Kennfarbe blau/weiß), auszuwählen." (DGUV Information 209-011 - Gasschweißer; Kapitel 4.2; bisher BGI 554).

Schutzmaßnahmen müssen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nach dem Gefahrstoffrecht http://www.gefaehrdungsbeurteilung.de ausgewählt werden. Die lüftungstechnischen Maßnahmen bzw. Absaugungen sind in Abhängigkeit des ermittelten Gefahrenpotenzials nach den o.g. berufsgenossenschaftlichen Informationen und der DGUV Information 209-077 -
Schweißrauche –- geeignete Lüftungsmaßnahmen (bisher BGI/GUV-I 7006-1) festzulegen.

Informationen zum Schweißen und deren Belastungen sind auch in den ASA-Briefen aufgeführt:
http://www.bghm.de/de/praevention/arbeitssicherheit/asa-briefe/asa-brief-18.html ,



Dialognummer: 12486
Stand: 26.04.2016

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