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Nutzerpfad: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Explosionsschutz, Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen > Sicherheitstechnische Anforderungen, Sicherheitseinrichtungen
Stichworte: Welche Anforderungen (Explosionsschutz usw.) werden an einen Batterieladeraum gestellt?

Frage:

Lagerung von Batterien und Explosionsschutz:
Welche Anforderungen werden an einen Batterieladeraum in einem Kfz-Betrieb gestellt bzl. Explosionsschutz der elekrischen Einrichtung, Ausführung der Wände und Decke sowie der Tür?
Welchen Einfluß hat die Größe bzw. das Volumen des Raumes auf die gestellten Anforderungen?
Gibt es einen Zusammenhang zwischen max. Anzahl gleichzeitig geladener Batterien und Anforderungen?
Welche Anforderungen werden an die Lüfung gestellt? Muß bei einer technischen Lüfung der Ventilator explosionsgeschützt sein?
Gibt es Anforderungen außerhalb des Raumes evtl. für die Zone des Türbereiches oder des Lüftungsaustrittes?
Welche Anforderungen werden gestellt wenn in der Werkstatt oder am Fahrzeug geladen wird?
Welche Kennzeichnungen sind für den Raum bzw. deren Einrichungen erforderlich?
Welche persönliche Schutzausrüstung ist für den Umgang mit Batterien bzw. Batteriesäure vorgeschrieben? Reicht die Brille oder ist der Gesichtsschutz zwingend?


Antwort :

Die Anforderungen an Batterieräume sind in Ziff. 8 der VDE 0510/1.77 festgelegt. Batterieräume, die den Anforderungen an die Belüftung nach Abschnitt 5.7 der VDE 0510 genügen, gelten grundsätzlich nicht als explosionsgefährdet. Wenn die Batterieräume als explosionsgefährdet anzusehen sind, müssen die elektrischen Anlagen in diesen Räumen unter Berücksichtigung der Ex.-Verordnung zusätzlich nach VDE 0165 installiert sein.
Stehen mehrere Batterien in einem Raum, so ist gemäß Ziff. 5.8 der VDE 0510 der Gesamtluftbedarf gleich der Summe der Einzelluftmengen. Wird bei der Inbetriebssetzungsladung mit einer höheren Stromstärke geladen als nach Tabelle 5 der VDE 0510 für die Auslegung der Lüftungseinrichtungen zugelassen ist, so muss für die Dauer der Inbetriebsetzung und eine Stunde darüber hinaus die Lüftung des Batterieraumes entsprechend dem angewendeten Ladestrom verstärkt werden, z.B. durch ortsbewegliche Zusatzlüfter. Auf die hierbei verstärkt entstehenden Säurenebel wird besonders hingewiesen.

Gemäß Ziff. 5.1 der VDE 0510 sind Batterien so unterzubringen, dass das beim Laden und Entladen oder in Ruhe entstehende Gasgemisch durch natürliche oder künstliche Belüftung so verdünnt wird, dass es mit Sicherheit seine Explosionsfähigkeit verliert. Lüftermotoren für Sauglüfter, die im zündfähigen Gas-Luftstrom liegen, müssen gemäß Ziff. 5.6 der VDE 0510 explosionsgeschützt und elektrolytbeständig sein.

Saugfilter müssen elektrolytbeständig sein. Die Laufräder der Lüfter müssen aus einem Werkstoff bestehen, der sich nicht auflädt und keine Funken reißt, wenn er beim Laufen mit einem Fremdkörper in Berührung kommt.

Gemäß Ziff. 8.1 der VDE 0510 müssen Türen von Batterieräumen nach außen aufschlagen. Türen, Fensterrahmen und Podeste für das Aufstellen der Batterien müssen gegen die Einwirkung des Elektrolyten beständig sein. Das gilt nicht beim Einsatz gasdichter und geschlossener Zellen, die gefüllt und geladen angeliefert werden.

Wenn in der Werkstatt oder am Fahrzeug geladen wird, gelten ebenfalls die in VDE 0510 Ziff. 8 festgelegten Anforderungen.

Batterieräume bzw. deren Einrichtungen sind gemäß VDE 0510 Ziff. 3.4 zu kennzeichnen. Besteht die Gefahr, dass das Bedienungspersonal schädlichen Elektrolyteinflüssen ausgesetzt ist, so sind gemäß VDE 0510, Ziff. 10.3 geeignete Schutzmittel gegen Verätzung durch Laugen oder Säuren bereitzuhalten und zu verwenden.

Als Schutzmittel gelten z.B. Schutzanzüge, -handschuhe, -fingerlinge, -schuhe, -brillen.


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