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Nutzerpfad: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Verwendungsverbote > Asbest
Stichworte: Ausbildung Sachkundiger Asbest im Ausland

Frage:

Ausbildung Sachkundiger Asbest im Ausland, hier: Holland

Gemäß GefStoffV muss für die Tätigkeiten in Anwesenheit von asbesthaltigen Gefahrstoffen eine sachkundige Person anwesend sein. Die Sachkunde wird gemäß TRGS 519 durch die Teilnahme an einem behördlich anerkannten Lehrgang (Lehrgangsinhalte Anlage 3 oder 4 TRGS 519) mit erfolgreich abgeschlossener Prüfung erworben.

Wie ist zu verfahren, wenn Arbeitnehmer/Arbeitgeber aus Deutschland an einem Sachkundelehrgang in Holland teilgenommen haben und ein Diplom vorlegen?

Wie ist zu verfahren, wenn ausländische Firmen derartige Arbeiten in Deutschland ausführen und einen SAchkundenachweis ihres Heimatlandes vorlegen?

Antwort :

Nach Anhang III Nr. 2: Partikelförmige Gefahrstoffe der Gefahrstoffverordnung - GefStoffV Abschnitt 2.4.2 "Mitteilung an die Behörde" dürfen:
(1) ... ...

(2) ... ...

(3) Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten mit Asbest dürfen nur von Fachbetrieben durchgeführt werden, deren personelle und sicherheitstechnische Ausstattung für diese Tätigkeiten geeignet ist. Bei den Arbeiten ist dafür zu sorgen, dass mindestens eine weisungsbefugte sachkundige Person vor Ort tätig ist. Der Nachweis der Sachkunde wird durch die erfolgreiche Teilnahme an einem von der zuständigen Behörde anerkannten Sachkundelehrgang erbracht.

(4) Abbruch- und Sanierungsarbeiten bei Gegenwart von Asbest in schwach gebundener Form dürfen nur von Fachbetrieben durchgeführt werden, die von der zuständigen Behörde zur Durchführung dieser Arbeiten zugelassen worden sind. Die Zulassung ist auf schriftlichen Antrag des Arbeitgebers zu erteilen, wenn der Nachweis einer für diese Tätigkeiten notwendigen personellen und sicherheitstechnischen Ausstattung im notwendigen Umfang erbracht wurde.

Auch die Asbestrichtlinie 2009/148/EG (pdf) fordert unter Artikel 15 :
Vor der Durchführung von Abbruch- oder Asbestsanierungsarbeiten müssen die Unternehmen ihre einschlägige Fachkenntnis nachweisen. Diese Nachweise sind gemäß den einzelstaatlichen Rechtsvorschriften und/oder der einzelstaatlichen Praxis zu erbringen.

Wie zu verfahren ist, wenn Arbeitnehmer/Arbeitgeber aus Deutschland an einem Sachkundelehrgang in Holland teilgenommen haben und ein Diplom vorlegen oder wenn ausländische Firmen derartige Arbeiten in Deutschland ausführen und einen Sachkundenachweis ihres Heimatlandes vorlegen, ist eine Entscheidung, die im Einzelfall von der zuständigen Behörde (in NRW Bezirksregierung www.arbeitsschutz.nrw.de/Service/ansprechpartner_beratung/bezirksregierungen/index.php ) getroffen wird. Diesbezügliche Erfahrungen liegen uns nicht vor bzw. eine einheitliche Regelung, z.B. auf dem Erlasswege, ist uns dazu nicht bekannt.  

Auf die Informationen unter www.dguv.de/ifa/de/fac/asbest/vorschriften/index.jsp   bzw. www.nordschwarzwald.ihk24.de/produktmarken/innovation/Umweltschutz/aktuelle-umweltnews/Neue_Asbest_RL.jsp?oid=26606 weisen wir hin.

Stand: August 2010


Dialognummer: 11756
Stand: 24.08.2010

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