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Nutzerpfad: Besondere Zielgruppen > Werdende und stillende Mütter > Gefährdungen für werdende / stillende Mütter
Stichworte: Ist es für mich und mein Baby schädlich, wenn ich als Schwangere neben einem Laserdrucker arbeite?

Frage:

Ich bin in der 12. Woche schwanger und habe eine Frage zu meinem Arbeitsplatz. Ich arbeite als Sekretärin eines Steuerberaters. Nun ist es so, dass ich in einem kleinen Büro sitze. Direkt neben meinem Schreibtisch steht ein "Multifunitionsgerät", d. h. Fax, Scanner, Kopierer und Laserdrucker in einem. Ist dies gesundheitsschädlich und vor allem, kann dies meinem Baby schaden? Ich habe mir bisher keine Gedanken darüber gemacht, doch habe ich nun gelesen, dass Schwangere nicht in einem Raum mit einem Laserdrucker arbeiten sollten, da der Toner nicht ohne ist.

Können Sie mir hierzu Auskunft geben und evtl. auch sagen, was ich da tun kann?

Antwort :

Der Umgang mit Laserdruckern und Kopieren gehört zum Alltag in deutschen Büros. Über die Emissionen aus diesen Geräten wird seit langem diskutiert. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat daher umfangreiche Informationen zu dieser Thematik bereitgestellt: www.baua.de/tonerstaub

Nach den der BAuA vorliegenden Messdaten wird der heranzuziehende A-Staubgrenzwert etwa um den Faktor 100 unterschritten. Auch spezifische Untersuchungen der einzelnen (gefährlichen) Tonerkomponenten haben ergeben, dass diese nur in sehr geringen Mengen freigesetzt werden. Nach Einschätzung der BAuA ergeben sich aus diesen Emissionen generell keine relevanten Risiken, die für eine Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz zu berücksichtigen wären.

Auch für Schwangere ist es nicht verboten, in Arbeitsräumen tätig zu sein, in denen Drucker und Kopierer betrieben werden.  Ein zahlenmäßiger Mindestabstand ist nicht festgelegt. Es ist aber darauf zu achten, dass die Abluftöffnungen der Geräte nicht direkt auf die Mitarbeiter gerichtet sind. Auch sollten stark frequentierte Geräte grundsätzlich nicht in Büroräumen untergebracht werden. Die im BAuA-Merkblatt "Drucker und Kopierer am Arbeitsplatz" (www.baua.de/dok/683026) genannten Maßnahmen stellen diesbzgl. den Stand der Technik dar und werden aus Vorsorgegründen empfohlen.

Aus dem Mutterschutzgesetz und der Verordnung zum Schutze der Mütter am Arbeitsplatz (MuSchArbV) ergeben sich für den Arbeitgeber Pflichten. Beschäftigt ein Arbeitgeber eine werdende Mutter, ist er verpflichtet, alle Gefahren für die Sicherheit und Gesundheit sowie alle Auswirkungen auf Schwangerschaft oder Stillzeit der betroffenen Arbeitnehmerin abzuschätzen und die zu ergreifenden Schutzmaßnahmen zu bestimmen (§ 1 MuSchArbV). Hierbei wird er von der Sicherheitsfachkraft und dem Betriebsarzt beraten. Über das Ergebnis dieser Beurteilung ist die werdende Mutter entsprechend § 2 MuSchArbV vom Arbeitgeber zu unterrichten.

Weitere Informationen zum Thema Tonerstaub:

- DGUV Information 215-421 "Laserdrucker - sicher betreiben"
- "Emissionen aus Laserdruckern und Kopierern": aus der Arbeit des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen  Unfallversicherung (IFA) Nr. 0276

Beide Veröffentlichungen finden Sie unter www.dguv.de/publikationen mittels des Suchworts "Drucker"

Dialognummer: 11559
Stand: 21.12.2015

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