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Nutzerpfad: Gesundheitsschutz > Arbeitsmedizinische Vorsorge > Untersuchungspflichten
Stichworte: Sind Arbeiter in der Lackiererei einer Uhren-Fabrik verpflichtet, sich nach G29 untersuchen zu lassen? Wenn ja, warum?

Frage:

Sind Arbeiter in der Lackiererei einer Uhren-Fabrik verpflichtet, sich nach G29 untersuchen zu lassen? MAK-Werte wurden bis jetzt nicht gemessen, sind also unbekannt. Welche TRGS findet hier Anwendung, z.B.TRGS 900? Wie sieht es aus mit hautresorbierbaren Stoffen? Muss man davon ausgehen, dass die Auslöseschwelle überschritten ist? Welche Maßnahmen sind hier zu treffen?

Antwort :

Die konkret durchzuführenden Maßnahmen sind von der betrieblichen Situation vor Ort abhängig. Welche Schutzmaßnahmen und Vorsorgeuntersuchungen erforderlich sind, muss der Arbeitgeber im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nach dem Arbeitsschutzgesetz und der Gefahrstoffverordnung ermitteln. Beim Erstellen der Gefährdungsbeurteilung ist es zu empfehlen, die Sicherheitsfachkraft und den Betriebsarzt zu beteiligen und deren Sachverstand einzuholen. Die Ermittlung der Belastung am Arbeitsplatz muss anhand einer Arbeitsbereichsanalyse nach den Technischen Regeln für Gefahrstoffe - TRGS 402 vorgenommen werden. Abhängig vom Befund der Arbeitsbereichsanalyse muss dann über die weitere Vorgehensweise entschieden werden. Solange keine Erkenntnisse über das Emissionsverhalten der eingesetzten Stoffe und des Arbeitsverfahrens vorliegen, muss davon ausgegangen werden, dass die Luftgrenzwerte der eingesetzten Stoffe nicht eingehalten werden und die Auslöseschwellen überschritten sind. Zu beachten ist, dass in Abhängigkeit der eingesetzten Stoffe die Folgen ein Verbot der Beschäftigung von Arbeitnehmern im Arbeitsbereich sein können. Anerkannte bzw. autorisierte Messstellen können unter folgender Adresse abgefragt werden: http://www.dar.bam.de/ast/start.html


Stand: November 2002


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