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Nutzerpfad: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Wasch- und Umkleideräume
Stichworte: Müssen Duschtücher vom Betrieb gestellt werden?

Frage:

Ich suche konkrete Richtlinien/Vorschriften zum Duschraum: Müssen Duschtücher vom Betrieb gestellt werden? Dürfen private Duschtücher im Waschraum an dafür vorgesehenen Haken hängenbleiben?

Antwort :

Anforderungen an Sanitärräume (Umkleide-, Wasch- und Toilettenräume) sind in der Arbeitsstättenverordnung - ArbStättV - vom 12.08.2004 im § 6 Abs. 2 getroffen. Hiernach sind Waschräume vorzusehen, wenn es die Art der Tätigkeit oder gesundheitliche Gründe erfordern.
Im Anhang zur ArbStättV werden in Nr. 4.1 Abs. 2 weitere Anforderungen an Waschräume aufgeführt. Konkretisierungen enthält die ASR 35/1-4 - Waschräume .
Gemäß § 8 der neuen Arbeitsstättenverordnung - ArbStättV - gelten die Arbeitsstättenrichtlinien -ASR- weiter, bis entsprechende neue Regeln durch den Ausschuss für Arbeitsstätten erarbeitet und durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit bekannt gemacht werden, längstens jedoch bis August 2010.

In der Kommentierung zum Arbeitsstättenrecht ist erläutert, dass besondere Waschräume zur Verfügung gestellt werden müssen, wenn es die Art der Tätigkeit (z. B. schmutzende Arbeit, Hitzearbeit, Arbeit in Nässe) oder gesundheitliche Gründe (z. B. Tätigkeiten mit gefährlichen Stoffen oder Zubereitungen) erfordern. Im Übrigen kann davon ausgegangen werden, dass ein Waschraum stets dann notwendig ist, wenn die Beschäftigten besondere Arbeitskleidung bei ihrer Tätigkeit tragen müssen und Umkleideräume vorgeschrieben sind. Ausgenommen sind alle Fälle, in denen eine besondere Arbeitskleidung nur aus repräsentativen Gründen, z. B. Kellner, Pförtnern oder Firmenhostessen, oder nur ein Arbeitsmantel oder eine Arbeitsjacke über der normalen Straßenkleidung getragen wird.
In der Kommentierung heißt es weiter, dass jede Waschgelegenheit mit einem Handtuchhalter (z. B. Haken, Stange, Ring) auszustatten ist und das Reinigungsmittel vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden müssen. Jedoch brauchen nur Mittel oder Einrichtungen zum Abtrocknen der Hände ( Einmal-Handtücher aus Papier, Textilhandtuchautomaten), nicht aber des Körpers zur Verfügung gestellt werden.
Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nach §§ 5 und 6 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) muss der Arbeitgeber die vorhandenen Gefährdungen ermitteln und festlegen, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes getroffen werden. Bei den Maßnahmen sind u. a. der Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene sowie sonstige gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse zu berücksichtigen.
Ein geeignetes Gremium Probleme des Arbeitsschutzes betriebsspezifisch zu erörtern, ist der Arbeitsschutzausschuss. Im Arbeitsschutzausschuss sind gemäß Arbeitssicherheitsgesetz Arbeitgeber, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Betriebsarzt, Sicherheitsbeauftragte und der Betriebsrat vertreten.
Wichtige Arbeitsschutzvorschriften werden im Internet z. B. unter
http://www.arbeitsschutz.nrw.de/Service/rechtsvorschriften/index.php  , www.baua.de oder http://www.gaa.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/16486/   angeboten. 


Dialognummer: 10103
Stand: 20.06.2012

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